Globales Lernen mit Sepp Holzer in Tamera

von Linda Parfenoviča, Lettland

Der Österreicher Bergbauer und Spezialist für Permakultur und Wasserlandschaften Sepp Holzer war Anfang Juni in Tamera, um ein Permakultur-Seminar zu geben. Das Interesse an seiner Arbeit wächst. Menschen aus 13 Ländern nahmen an dem Seminar teil: aus Palästina und Israel, Ecuador, Brasilien, Kenia, Mexiko, Lettland, Spanien, Portugal, Deutschland, Schweiz, Österreich und den USA. Mit der Vielfalt des Planeten war die dringende Notwendigkeit repräsentiert, Lösungen für die wachsenden Probleme zu finden, darunter Wüstenbildung, Dürre, Armut und Hunger.

Das Seminar konzentrierte sich auf die Themen Aquakultur, Samenproduktion und Urban Gardening – relevantes Wissen für Menschen, die unter Armut leiden und kein eigenes Land besitzen.

Um das Wissen zu vertiefen, leitete Sepp Holzer die Teilnehmer in praktischer Arbeit an. Sie bauten ein Hügelbeet und einen vertikalen Pflanzturm. Mit einem Lächeln nannte Sepp Holzer diesen eine “Wurst”. Das Material, das für den Bau der Beete verwendet wurde, kann überall gefunden werden: Tote Äste, alte Kleidung, Kartons und Stroh – verbunden mit Muttererde und Dung– ergeben Nährstoff und einen fruchtbaren Boden für die Pflanzungen. Wenn man diese Techniken anwendet, ist es möglich, einen Garten in einer Müllkippe anzulegen oder in einem übervölkerten Slum.

“Die Ausbildung bei Sepp ist nicht nur ein Permakultur-Training, sondern ein Lebenstraining”, sagte Claudio Miranda (von der Band Poesia Samba Soul), ein Teilnehmer aus Sao Paulo, Brasilien.

Sepp Holzer und die Wasserlandschaft von Tamera geben auch Philip Munyasia aus Kenia Hoffnung. Philip, ein inspirierter und motivierter “Young leader”, ist der Koordinator von OTEPIC, ein Projekt mit vielen Gesichtern zu den Themen von Land, Wasser, Ernährung und Armut.Seit Jahren unterrichtet Philip Kenianer in biologischer Landwirtschaft. Jetzt wird er das neue Wissen, das er von Sepp Holzer und Tamera erhalten hat, dort einbauen.

“Ich habe immer gezweifelt, dass man in Afrika Teiche und Seen anlegen könnte. Aber jetzt, nachdem ich in Tamera gesehen habe, dass trotz der großen Trockenheit mit Hilfe von Sepp Holzer so viele Seen gebaut wurden, weiß ich: Wenn es hier gelingt, kann es auch in Afrika gelingen.” Philip´s blog: http://organicfarminghealingtherift.blogspot.com/ Poesia Samba Soul: http://www.poesiasambasoul.org

Sepp Holzer: www.krameterhof.at

Philip´s blog: http://organicfarminghealingtherift.blogspot.com/

Poesia Samba Soul: http://www.poesiasambasoul.org

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