Shii-Take   (lentinula edodes) dieser pilz ist nicht nur wegen seiners ausgezeichneten Geschmacks eine sehr beliebte Delikatesse sondern er verblüfft vor allem durch seine heilende Wirkung. Blutcholesterin-senkende Wirkung, stärkung des Immunsystems (als Tee auch bei Erkältungskrankheiten wirksam) bei Krebs sei auch eine positive Wirkung beschrieben.

(Aus dem Buch von Sepp Holzer – Permakultur ISBN 978-3-7020-1037-9)

Es gibt noch eine Reihe anderer Heilpilze die sich bei uns ohne weiteres anbauen lassen. Etwa die Chinesische Morchel oder Judasohr (Auriculariales), die bei Überlkeit und als Mittel zur Blutdrucksenkung verwendet wird, oder der gläzende Lackporling (Ganoderma lucidum) , der beispielsweise bei Schlafstörungen und zur Immunstärkung eingesetzt wird.

Der höher Ballastoffanteil ist bekanntlich verdauungsfördernd, sie sind kalorienarm und dabei reich an Vitaminen und Mineralstoffen, weshalb sie auch gerne für Diäten verwendet werden.

Pilze sind frisch am besten verwendbar aber auch in getrocknetem Zustand behalten sie sehr viel von ihrem Aroma und ihren Inhaltsstoffen. Sie lassen sich sehr gut zu Tee verarbeiten. Zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten und zur Entschlackung sind Pilztees ganz hervorragend geeignet.

Die meisten Kulturpilze benötigen entweder Holz, Stroh oder Kompost als Nährsubstrat, Holz- und strohbewohnende Pilze sind mit Sicherheit am leichtesten zu kultivieren, denn Holz und Stroh stellen bereits das fertige Substrat dar.

Kompostpilze wie Champignons (Agaricus sp.) oder Spargelpilz (Coprinus comatus) sind dagegen wesentlich schwieriger zu handhaben, da sie einen speziell zusammengesetzten Stroh- oder Mistkompost (meist Pferdemist) benötigen.

Die Herstellung eines soclhen Substrats setzt Fachkenntnisse voraus und ist für den Eigenbedarf oft zu umständlich.

Es dürfen nur unbelastete Rohstoffe verwendet werden, da Pilze Schadstoffe aus dem Substrat aufnehmen und speichern können.

Auch Holz kann mit Schadstoffen belastet sein. Bäume aus der Umgebung von stark befahrenen Straßen oder Industriegebieten weisen eine enorme Schwermetallbeeelastung auf. Schadstoffe reichern sich vor allem in der Rinde an und machen die Stämme für die Pilzzucht unbrauchbar.

Die meisten holzbewohnenden Pilze sind in der Kultivierung recht ähnlich. Unterschiede sind meist nur durch geringfügige Vorlieben im Hinblick auf Holzdimensionen, Holzart, Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Die Pilzkultur (im Freihen) sollte nach möglichkeit im Frühjahr angelegt werden, da dem Pilzmyzel dadurch genügend Zeit bleibt um frostsicher in das Holz einzuwachsen. Myzelwachstum erfolgt zwar schon bei niederigen Temperaturen, für ein zügiges Einwachsen sind jedoch Temperaturen um etwa 20°C ideal. Wenn der Pilz die Möglichkeit hat, den Sommer über tief in das Holz vorzudringen, dann können ihm tiefe Temperaturen und Frost nichts mehr anhaben. Es gibt jedoch unterschiedliche Temperaturvorlieben bei der Fruchtkörperbildung (Fruktifizierung).

Shii-take bevorzugt für die Fruchtkörperbildung Temperaturen von +10°C bis etwa +25°C. Der Samtfußrübling (Flammulina velutipes) liefert dagegen erst bei niedrigen Temperaturen im Spätherbst seine Früchte. Deshalb ist es immer vorteilhaft, verschiedene Pilzarten zu kultivieren da so über einen längeren Zeitraum hinweg mit einem Ertrag gerechnet werden kann.

Alle beschrieben Pilzarten wachsen bei uns auf Laubholz.

Shii-take (Lentinula edodes) lässt sich auch auf dünneren Stämmen und Ästen kultivieren. Shii-take können roh verspeist werden.

Austernseitling (Pleurotus ostreatus) sind ausgezeichenete Speisepilze und lassen sich sehr leicht kultivieren. Gedeiehen auf Buche, Ahorn und Ulme besonders gut.

Kräuterseitling (Pleurotus eryngii) werden wie Austernseitlinge kultiviert.

Limonenseitling (Pleurotus citrinopileatus) werden ebenfalls wie Austernseitlinge kultiviert.

Gemeine Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)
haben ein sehr intensives Aroma, weshalb sie vor allem als Gewürzpilze für Saucen und Suppen verwendet werden. Besonders anspruchslos in der Kultivierung.

Nameko (Pholiota nameko) auch als japanisches Stockschwämmchen bekannt.

… to be continued …

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