„Man musst nicht gläubig sein um das Leben zu lieben, nein

das musst Du nicht. Du musst nur lieben können, am besten alles und jeden.“

Versuche das Leben zu lieben, denn du hast nur das eine…….

aber es ist nicht leicht…….

wenn ein Baum mal ein paar stürme überstanden hat……

dann weiß er ungefähr was auf einen zukommen kann…… und kann sich daraufbesser vorbereiten……

Es hilft vorallem den Kindern dieser Welt überhauptnix, wenn die Eltern ihr eigenes Leben nicht lieben, damit unzufrieden sind, den Ehepartner nicht Lieben, nur streiten……

und deswegen den Kindern ebenfalls nicht zeigen und vorleben können wie man liebt/was Liebe ist……

Lieben muss man (wie alles) LERNEN!

Woher sollen die Kinder es lernen? Wenn nicht von ihren Eltern?

Es ist super traurig dass viele Kinder genau das nicht lernen.

Diese Kinder werden es in ihrem Leben schwer haben liebevolle Beziehungen zu führen.

……. und das bräuchten viele kinder (vorallem in deutschland) mehr als Weihnachtsgeschenke.

Ulrich Parzany ist ein moderner, frei denkender Pfarrer der eher einem Philosophen ähnelt als einem Geistlichen….. und das ist auch gut so.

Weil für uns alle alles nicht einfach nur „heilig heilig heilig“ ist, wie es die „katholische“, die „allgemeine“ Kirche, also der „offizielle Club Gottes auf Erden“ vorbetet. (Das Wort katholisch stammt von altgriechisch καθολικός katholikós ab und bedeutet ‚das Ganze betreffend‘, ‚allgemein‘).

Die Menschen brauchen etwas das „funktioniert“.

Worthülsen…… sind schön…… aber funktionslos.

Die Kirche sollte aufhören 200 Milliarden € im Jahr darauf zu verschwenden, einen veralteten Organismus zu erhalten, dessen positive Funktion den meisten allgemein-Bürgern leider entweder unklar, unzureichend oder gar kontraproduktiv erscheint.

Hier gibt es seine Vorträge welche er im Edwin Scharf Haus in Ulm gehalten hat KOSTENLOS als download:

http://www.prochrist-ulm.de/downloads.html

Seine Meinung ist:

Liebe ist (nicht nur) ein Gefühl sondern zu aller erst eine Entscheidung.

Denn Gefühle sind heute so und morgen so.

Auf dieses wackelige Fundament kann man kein Haus bauen welches ein Leben lang standhalten soll. (Ehevertrag)

Über die (auch für nicht gläubige wie mich) echt positive Veranstaltung heißt es geschrieben:

Mit fast 1000 Menschen war dies der bisher am besten besuchte Abend der Woche, so dass nicht nur der Große Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war, sondern auch im benachbarten Kleinen Saal etwa 150 Menschen der Video-Übertragung folgten. Insgesamt kamen damit bisher über 6.000 Besucher zu der ProChrist-Veranstaltung im Edwin-Scharff-Haus. Und es ist noch Platz. Duch die Anmietung des zweiten Saals gibt es Sitzplätze für bis zu 1.200 Menschen.

Um Beziehungen, Liebe und Erfüllung ging es bei diesem vorletzten Abend von ProChrist Regional in Ulm und Neu-Ulm.

Dass es in einer Beziehung schwierig wird, in der jeder nur an sich selbst denkt, zeigten einige junge Schauspieler in dem Stück „Ich“, dessen Text – bis auf ein einzelnes „Er“ am Schluss ausschließlich aus dem Wort „Ich“ bestand.

Anschließend trat die Heidenheimer Tanzgruppe „Praise by Dancing“ auf. Der Name ist Programm. Die Gruppe von jungen Leuten aus verschiedenen Kirchengemeinden möchte durch das Tanzen Gott die Ehre geben. „Beim Tanzen kommt Freude, Gemeinschaft und Lebendigkeit zum Ausdruck. Unser Wunsch ist es, dass dieser Funke von der Bühne auf das Publikum überspringt.“ so kann man auf ihren Internet-Seiten lesen. Und dieser Funke sprang in der Tat über.

„Ehrliche Reime“ gab es an diesem Abend auch noch. Die Rapper Sergej und Marv aka „Straight Rhymes“ erzählten in ihren Sprechgesängen von ihren Erfahrungen mit dem Glauben und ihrer Entscheidung, den Gott, der sie Niemals allein lässt Niemals zu verlassen.

In seiner Predigt machte Ulrich Parzany dann ansatzweise den Versuch einen den vielleicht bekanntesten Bibeltexte, das „Hohelied der Liebe“ aus dem 1. Korintherbrief Kapitel 13 zu rappen. Die Simultanübersetzer, welche jeden Abend für die fremsprachigen Gäste in Englisch, Fanzösische und Portugiesisch übersetzten waren jedoch dankbar, dass Parzany sein ohnehin überdurchschnittlich hohes Sprechtempo durch das Rappen nicht noch zusätzlich erhöhte.

Parzany erläuterte, dass unsere Vorstellungen von „Liebe“ in den letzten 200 Jahren eine völlige Wandlung erfahren hätten und man heute bei diesem Wort vor allem an Gefühle denke. Doch Liebe sei letztlich eine Entscheidung und zeige sich sehr stark in Taten. Die beeindruckendste Liebeserklärung sei für ihn das Sterben Jesu am Kreuz. Darin bewies Jesus seine Liebe zu den Menschen, für die Er bereit war zu sterben. Jesus betete sogar noch für Seine Peiniger: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“.

Schließlich gab er den Zuhörern noch einige praktische Ratschläge mit wie die Feststellung, dass es verschiedene Liebes-„Sprachen“ gäbe und so jeder Mensch Liebe anders ausdrücke und auch anders empfangen möchte. Wenn unsere Liebe nicht aus uns selbst komme, sondern von Gott gespeist werde, dann überfordere es uns auch nicht, Liebe weiter zu geben. Die Predigt können Sie übrigens in unserem Download-Bereich nachhören.

Da scheiden sich die Geister

Jesus Christus. Guru, Gauner oder Gott? Das war die Frage, die über dem sechsten ProChrist-Abend stand. Bei einer Video-Umfrage in der Ulmer Fußgängerzone versuchte Raphael Thanner Licht ins Dunkel zu bringen. Von ratlosem Achselzucken über die Aussage Jesus sei „ein guter Mann“ gewesen bis hin zu einem klaren Bekenntnis zu Jesus als dem Sohn Gottes war fast jede Ansicht zu hören und zu sehen. Pia und David Schneider stellten in ihrer Moderation die Frage, was Menschen antreibt, für ihren Glauben an Jesus als den Sohn Gottes drastische Nachteile in Kauf zu nehmen, inhaftiert, gefoltert oder gar umgebracht zu werden, wie es heute in vielen Ländern der Welt tausendfach geschieht.

Dass am Glauben mehr dran ist, erfuhr auch Marco Hösel, Trialbike-Künstler der Extraklasse und mehrfacher Gewinner von Welt- und deutschen Meister-Titeln. Als sein Sohn wegen eines schweren Herzfehlers mehrfach operiert werden musste, da hätten ihn sein Glaube und die Gemeinschaft mit anderen Christen durchgetragen. Ein schwaches Herz durfte man bei den atemberaubenden Fahrrad-Stunts, die Marco Hösel vorführte nicht haben. Mit traumwandlerischer Sicherheit hüpfte er zum Beispiel auf dem Fahrrad um zwei am Boden liegende Kinder herum. Nichts für schwache Nerven!

Der Frage, wer Jesus Christus denn gewesen sei ging Pfarrer Ulrich Parzany dann in seiner Predigt nach. An der Person Jesu schieden sich zu seinen Lebzeiten die Geister. Doch wer war er? Ein Guru? – Wenn man das Wort in seiner Grundbedeutung nimmt (Lehrer), dann war Jesus sicher ein Guru. Ein Gauner? – Das hätten die Juden bei der inszenierten Gerichtsverhandlung nach Jesu Verhaftung gerne – wenn auch mit falschen Zeugen – bewiesen. Doch das klappte nicht. Jesus war kein Gauner. Wofür Jesus am Ende verurteilt wurde war, dass er von sich selbst behauptete der „Menschensohn“ zu sein, ein in der jüdischen Theologie feststehender Begriff für den Weltherrscher und Weltrichter, ja dass er sogar behauptete Gottes Sohn zu sein. Jesus erklärte, dass jemand, der sich an seine Worte hielte wie ein kluger Mann sei, der sein Haus auf ein gutes Fundament baut. Wer sich dagegen nicht daran hielte gliche einem Mann, der sein Haus auf Sand baut und der bei der ersten großen Flut zusehen muss, wie sein Haus einstürzt. Deshalb lud Parzany auch an diesem Abend dazu ein, sich Jesu Anspruch zu stellen und ihm zu vertrauen.

Fotos (c) ProChrist Regional Ulm/Neu-Ulm / B. Szeles

Eine Wertediskussion der anderen Art

Mit fetzigen Ska-Rhythmen begann der fünfte Abend von ProChrist Regional in Neu-Ulm. Satte Bläser-Riffs, klare Akzente der Rhythmus-Gruppe und der Gesang des Good-Weather-Forecast-Gitarristen Titos Hailom zeigten die ProChrist-Band an diesem Abend von einer etwas ungewohnten Seite. Von den Moderatoren war der Abend als „laut und leise“ angekündigt worden. Den etwas lauteren Teil hatte die ProChrist-Band präsentiert.

Den leiseren Part übernahm Pantomime und Clown Klaus Kreischer. Er zeigte, dass Nachdenkliches und Lustiges keine unvereinbaren Gegensätze sein müssen. Dazu kam auch noch eine Prise Artistik als er mit einem jungen Mädchen aus dem Publikum auf den Schultern eine Runde auf dem Einrad drehte. Beeindruckend war auch seine Darstellung eines Mannes, der von Wänden gefangen gehalten wird, aber schließlich einen Ausweg durch ein nicht sichtbares, aber durch die pantomimischen Gesten trotzdem deutlich wahrnehmbares Kreuz findet.

Um Wert und Sinn unseres Lebens ging es in der abschließenden Predigt von Pfarrer Ulrich Parzany. Er zeigte auf, dass der Mensch seinen Wert nicht aus seiner Leistung, seinem Erfolg oder seiner Schönheit erhält. Auch religiöses Bemühen bringe ihn letztlich nicht weiter. Wenn man seine Kinder fragte, ob sie Kinder von Ulrich Parzany seien, dann antworteten diese gewiss nicht, dass sie sich darum bemühten: „Kindschaft ist ein unverdientes Geschenk.“ Das gelte auch und gerade in unserer Beziehung zu Gott.

Fotos (c) ProChrist Regional Ulm/Neu-Ulm / W. Hutter

We are the world und die Rettung der Welt

Halbzeit bei ProChrist Regional in Ulm/Neu-Ulm. Insgesamt etwa 3.500 Besucher besuchten die ersten vier Abende im Edwin-Scharff-Haus. Auch am Mittwoch kamen trotz Konkurrenz durch die Champions-League-Spiele wieder mehr Menschen, als der Große Saal fassen konnte, so dass das Programm erneut in den benachbarten Kleinen Saal und das Foyer übertragen wurde. „Die Zukunft. Ist unsere Welt noch zu retten?“ war das Thema dieses Abends. Das Moderatoren-Paar Pia und David Schneider versprachen einen Abend in der Spannung zwischen bedrückenden Fakten und der Frohen Botschaft.

Musikalisches Highlight des Abends war ohne Zweifel der Auftritt der See you singers unter der Leitung von Siyou Isabelle Ngnoubamdjum und Nicole Häußler. Die gefühlvolle Untermalung am E-Piano kam von Mike Knehr. Der Chor der Gospel Academy sang sich mit Spirituals in die Herzen der Zuhörer. Tiefgehende Texte musikalisch äußerst anspruchsvoll umgesetzt. – Eine perfekte Einstimmung in den Abend. Als letztes Lied sangen die See you singers „We are the world“, ein Lied, das 1985 geschrieben wurde, um – von vielen hochkarätigen Künstlern gesungen – Geld für die Hungernden in Äthiopien zu sammeln. Ein äußerst passender Übergang.

Das Thema „Ist diese Welt noch zu retten“ hatte die Veranstalter nämlich dazu inspiriert, auch einen praktischen Beitrag zu leisten um zwar nicht die ganze Welt zu retten, aber doch wenigstens das Leben von einigen Menschen in Afrika ein wenig besser zu machen. Deborah Kündiger, eine Ärztin aus der Region berichtete von ihren Aufenthalten in Kamerun, wo sie viel Not sah, jedoch auch erlebte, wie die Kombination aus medizinischer Hilfe – zum Teil mit einfachsten Mitteln – und geistlicher Betreuung das eine oder andere kleine und große Wunder vollbracht hat. Im Anschluss wurden ca. 6000 Euro für zwei Projekte in Afrika gesammelt: für die Ausstattung einer Krankenstation von Liebe in Aktion in Ngong (Kamerun) und für ein Dorfentwicklungs-Projekt der Liebenzeller Mission in Chilonga (Malawi).

Ulrich Parzany sprach anschließend über die Frage, ob diese Welt noch zu retten sei. Und seine Antwort war so einfach wie klar: Diese Welt ist nicht zu retten, sie ist bereits gerettet – und zwar in Jesus Christus! Der Mensch müsse sich allerdings der Realität stellen, dass unser Leben auf dieser Welt begrenzt sei und dass es im Interesse jedes Einzelnen sein müsse, dass er – wie in dem Spiritual kurz zuvor gehört „when the saints go marching in“ – wenn die Heiligen in die Gegenwart Gottes einziehen – dann „in that number“ also auch dabei ist und die Ewigkeit nicht ohne Gott verbringen muss. Wie jeden Abend lud Parzany anschließend zu Gesprächen über den Glauben ein.

Fotos (c) ProChrist Regional Ulm/Neu-Ulm / W. Hutter

Gott akzeptiert keinen Beton

Inspiriert von der momentan im Ulmer Stadthaus stattfindenden Ausstellung „Akzeptiert Gott Beton?“ formulierte Ulrich Parzany die These „Gott akzeptiert keinen Beton“. Allerdings ging es ihm dabei nicht um die Verwendung von Beton als Baustoff in Sakralbauten. Parzany spielte damit auf die Mauern an, die viele Menschen um ihre Herzen bauen, um nichts mehr an sich herankommen zu lassen. Gerade, wenn es um die Themen Leid, Krankheit und Tod geht, neigt der moderne Mensch zum Verdrängen.

Doch dass das Thema „Leid, Krankheit, Tod. Und wo bleibt Gott?“ das Interesse der Menschen in der Region Ulm/Neu-Ulm getroffen hat, spiegelte sich eindrucksvoll in der Besucherzahl wieder: Wie am Auftakt-Abend kamen etwa 900 Gäste ins Edwin-Scharff-Haus. Doch dieses Mal waren die Veranstalter gerüstet: Das Technik-Team hatte kurzerhand eine Video-Übertragung in den zusätzlich angemieteten Kleinen Saal eingerichtet, wo alle Gäste, die im Großen Saal keinen Platz mehr fanden, dem Programm folgen konnten.

Das musikalische Rahmenprogramm spannte an diesem Abend einen weiten Bogen: Die ProChrist-Band war durch eine Brass-Section aus Trompete und Saxophon verstärkt worden und sorgte für einen stimmungsvollen Auftakt des Abends.

Nach den modernen Rhythmen der Band trat Bariton Kwang-Keun Lee nochmals auf, der mit drei Kollegen vom Ulmer Theater bereits am ersten Abend für Begeisterung gesorgt hatte. Dieses Mal allein, nur begleitet von einem Klavier, beeindruckte er das Publikum nicht nur mit seiner gewaltigen Stimme; bei dem Lied „Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte“ konnte das Publikum nicht mehr nur zuhören und fing spontan an mitzusingen.

 

Einen beeindruckenden Einblick in sein bewegtes Leben gab zwischen den musikalischen Beiträgen Wolfgang Geiger. Während seines Architektur-Studiums wurde Geiger lebensbedrohlich krank und erlebte in dieser schweren Zeit eine radikale Kehrtwendung in seinem Leben hin zu Gott. Auf die Frage, ob er diese Zeit lieber nicht durchlebt hätte antwortete Geiger, dass er zwar nicht sagen könne, dass er diese Zeit nicht missen möchte, aber dass Gott ihm gerade in der Not ganz nahe war.

In seiner Predigt ging Ulrich Parzany dann sehr differenziert mit dem Thema Leid um. Es gab keine billigen frommen Phrasen, sondern ganz ehrliche Statements auch der Sprachlosigkeit angesichts verhungernder Kinder in einem Flüchtlingslager im Sudan, das Parzany vor Jahren besucht hatte. „Es gibt keine Antwort auf die Warum-Frage“. Die Lösung liege nicht darin, eine Erklärung für das Leid zu finden oder sich „einzubetonieren“, um dem Schmerz aus dem Weg zu gehen. Das wirklich Helfende sei das Erleben, dass Gott auch und gerade in Zeiten der tiefsten Not durchträgt und den Menschen nahe ist. Auch an diesem Abend nahmen etliche Besucher das Angebot zu Gesprächen und Gebet am Ende der Veranstaltung an.

Fotos (c) ProChrist Regional Ulm/Neu-Ulm / W. Hutter

Erstaunliches rund um das Buch der Bücher

Sie wurde bereits in über 2.500 Sprachen übersetzt. Sie ist das mit Abstand meistgekaufte Buch. Menschen waren durch die Jahrhunderte hindurch bereit ihr Leben für die Freiheit des Lesens und des Verteilens dieses Buches zu riskieren. Die erste Bibelübersetzung Martin Luthers wurde für eineinhalb Gulden verkauft – moderner Gegenwert etwa 1.000 Euro. Heute erhält man günstige Bibelausgaben schon für 1,50 Euro. Mit diesen und anderen Fakten wurden die deutlich über 800 Besucher des zweiten ProChrist-Abends im Edwin-Scharff-Haus von den Moderatoren David und Pia Schneider erstaunt.

In erstaunlicher Textsicherheit, atemberaubender Geschwindigkeit und beeindruckender Authentizität trug anschließend der 23-jährige Sergej Kasper ein gerapptes Gedicht über die historische Relevanz und die lebensverändernde Kraft der Bibel vor.

Das Highlight des Rahmenprogramms bildete dann der Auftritt von Karsten Strohhäcker, alias Mr. Joy. Der durch viele Live-Auftritte, sowie aus dem Fernsehen bekannte Illusionist verblüffte immer wieder aufs Neue. Ob er nun Flammen aus einer Bibel schlagen ließ oder mit beleuchteten Kugeln jonglierte, ob er in Sekundenschnelle mit seiner in einer verschlossenen Kiste gefesselten Assistentin die Plätze tauschte oder das Vertrauen eines Zuschauers aus dem Publikum auf einer Guillotine auf die Probe stellte: Immer schaffte Mr. Joy es in seiner unnachahmlichen Art, die Botschaft des Evangeliums so klar und einfach darzstellen und auf erstaunliche Weise mit seinen Jonglagen und Zaubertricks zu verbinden.Anschließend ging Pfarrer Ulrich Parzany auf viele Anfragen ein, die in der heutigen Zeit an die Bibel gestellt werden. Er legte eindrucksvoll dar, dass die Bibel nicht nur das am zuverlässigsten überlieferte historische Werk der Antike ist, sondern zeigte auch an zwei Beispielen aus dem Alten und dem Neuen Testament, wie die Bibel niedergeschrieben wurde. Schließlich forderte er die Zuhörer wie jeden Abend auf, sich den Fragen des Lebens zu stellen und die Antworten, welche die Bibel anbietet, eingehend selbst zu prüfen. Wer jeden Tag nur 15 Minuten investiere, um die Bibel vorurteilslos zu lesen, der werde herausfinden ob die Bibel Gottes Lebenswort ist.

Da selbst an einem erfahrungsgemäß schwächer besuchten normalen Arbeitstag der große Saal des Edwin-Scharff-Hauses fast bis auf den letzten Platz gefüllt war, haben sich die Veranstalter dazu entschieden, eine Videoübertragung in den zusätzlich gemieteten kleinen Saal einzurichten, damit jedem Besucher ein guter Platz angeboten werden kann.

Fotos (c) ProChrist Regional Ulm/Neu-Ulm / W. Hutter

Gelungener Auftakt

ProChrist 2010 in Ulm und Neu-Ulm ist mit einer gelungenen Auftaktveranstaltung gestartet. Über 900 Besucher wollten bei diesem ersten von acht Abenden mit dabei sein. Der Andrang war so groß, dass der Saal des Edwin-Scharff-Hauses nicht ausreichte. Die Türen zum Foyer wurden geöffnet und die Beiträge auch dorthin übertragen. Und die Besucher erlebten ein hochkarätiges Programm, das mit Pia und David Schneider von einem charmanten Duo moderiert wurde.

Den musikalischen Auftakt machte ein Quartett von vier Opernsängern des Ulmer Theaters. Nachdem es für die ersten beiden Beiträge bereits kräftigen Applaus gegeben hatte, sprang der Funke bei dem abschließenden Spiritual vollends über und im Saal wurde kräftig mitgeschnippt.

 

Anschließend richtete Ulms Oberbürgermeister Gönner als Schirmherr der Veranstaltung ein Grußwort an die Zuhörerinnen und Zuhörer. Er dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, durch deren unermüdlichen Einsatz diese Veranstaltung erst möglich geworden sei und wünschte allen Besuchern der Veranstaltungen, dass sie durch die Vorträge und das Erleben der Gemeinschaft im Edwin-Scharff-Haus Kraft für ihren Alltag schöpfen mögen.

Zuvor hatte es im benachbarten Mövenpick-Hotel bereits einen Empfang gegeben, zu dem die Leiter des ProChrist Trägerkreises Dekan Gohl und die Pastoren Kress und Schneider eingeladen hatten. Gekommen waren die Oberbürgermeister Ulms und Neu-Ulms, sowie Bürgermeister beider Städte und andere wichtige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft aus der Region. Pfarrer Parzany stellte die Ziele von ProChrist kurz vor. Sowohl Oberbürgermeister Noerenberg von Neu-Ulm als auch der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner wünschten, dass durch ProChrist Menschen neu die Wichtigkeit des Glaubens an Gott entdecken.

Im Zentrum des Abends stand dann die Predigt von Pfarrer Ulrich Parzany, der unter Thema „Die Würde des Menschen. Was bin ich wert?“ zunächst aktuelle gesellschaftspolitische Fragen ansprach. Von spontanem Applaus wurde er unterbrochen, als er anprangerte, dass heute viele mit ihrem Lohn ihre Familie nicht mehr durchbringen können: „Das ist Antastung der Menschenwürde!“

Aber Parzany blieb nicht bei der Tagespolitik stehen, sondern schlug den Bogen zu der zeitlosen Botschaft der Bibel. Sie sei „auf eine schmerzhafte Weise aktueller, als uns oft lieb ist.“ Er forderte die Zuhörer auf, nicht wegzuschauen, wenn die Würde von Menschen in unserem Umfeld, zum Beispiel durch Mobbing, angetastet wird.

Die Bibel wird auch im Mittelpunkt des zweiten Abends stehen, der das Thema hat: „Die Bibel. Kann man ihr vertrauen?“

Fotos: (c) ProChrist Regional Ulm/Neu-Ulm / M. Burley

 

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