wir schreiben das Jahr 2010, irgendwo zwischen Mittelalter und Star-Trek….

 

herrschen heute gute Voraussetzungen um glücklich zu sein?

 

man(n) und frau hat zu funktionieren. 

 

ein guter wertvoller Mensch, ist einer der funktioniert.

 

einer der durch seine Optik und Pünktlichkeit zeigt „ich funktioniere zuverlässig“. 

 

aus Deutschland kommen die besten Ingenieure, das hat sich überall herumgesprochen.

 

nicht umsonst kommen Engländer und Chinesen zu uns um Maschinenbau zu studieren und bei BMW zu arbeiten.

 

doch leider bringt der Ruhm der Hightech Quality Made in Germany Machinery auch Nebenwirkungen mit sich.

 

der Mensch selbst soll bzw. muss zur Maschine werden.

 

d.h.

 

1. seine Betriebskosten müssen minimiert werden

 

d.h.

 

2. medizinische Versorgung und Ernährung darf nichts kosten….

 

…für die Industrie hat ein 65 jähriger sein Haltbarkeitsdatum überschritten, dass man sich sein leben eigentlich nicht mehr leisten kann..

 

die wundervollen Vorteile welche uns die Maschinen, sei es nun der Computer auf welchem ich dies tippe oder das Auto welches mich heute noch zuverlässig von A nach B gebracht hat, trotz Schnee bedeckten Straßen, sind zwar enorme Errungenschaften unseres Jahrhunderts und menschlichem Intellekts, trotzdem haben wir es bis heute nicht geschafft eine Kultur zu entwickeln in welcher der Mensch im Mittelpunkt dieser Maschienenbauerei steht.

 

Es steht der Umsatz im Mittelpunkt und die Maschinen und der Export…… aber nicht der Mensch.

 

 

 

Können wir nicht beides vereinen?

 

können wir nicht einen Alltag haben der uns NICHT kaputt macht?

 

Sowohl körperlich als auch seelisch?

 

Und trotzdem hoch qualitative innovative Maschinen bauen?

 

Die simple Weisheit dass wir ein Maschinen-Bauer Land sind ist vor allem in der Schule (meines Erachtens) noch lange nicht angekommen.

 

Wer in der 4. Klasse noch kein Getriebe zerlegen und wieder zusammenbauen kann, wird es später schwer haben in Deutschland einen Job zu finden und seinen Beitrag zu unserer Maschienenbauer-Kultur zu leisten.

 

Dementsprechend groß ist die Orientierungslosigkeit bei Lehrern wie Schülern.

 

Dementsprechend werden Schüler als Material angesehen, bei dessen Verarbeitung „Ausschuss“ anfällt.

 

Das ist „normal“.

 

Man weiß nicht genau wohin mit dieser Ausschuss-Ware irgendwie wird Sie sich schon von selbst entsorgen. (Selbstmord oder Amoklauf?)

 

Was ist mit all den Leuten die ein Maschinenbau-Studium mangels Platz oder Intellekt nicht schaffen?

 

Gehören diese auf eine Zwangs-Ausweisungs-Liste?

 

Ist menschliches Leben oder Leben überhaupt mögliche OHNE Liebe zu kultivieren?

 

Maschinen brauchen keine liebe

 

Menschen schon.

 

Innerhalb dieser Maschinenbauer Kultur versuchen wir unsere eigene Kultur aufzubauen.

 

Unser eigener Alltag.

 

Welcher dieses Leben aufpeppen soll, lebenswert machen soll.

 

Trotz der nicht-Menschen Orientiertheit unseres beruflichen Alltags.

 

Muss das denn so sein? „Alles muss besser werden….. wir holen uns den Himmel auf Erden…“ (Neidoo)

 

Nun zur Bibel:

http://l12.bibeltext.com/ecclesiastes/2.htm

22 Denn was kriegt der Mensch von aller seiner Arbeit und Mühe seines Herzens, die er hat unter der Sonne? 23 Denn alle seine Lebtage hat er Schmerzen mit Grämen und Leid, daß auch sein Herz des Nachts nicht ruht. Das ist auch eitel.

24 Ist’s nun nicht besser dem Menschen, daß er esse und trinke und seine Seele guter Dinge sei in seiner Arbeit?

http://l12.bibeltext.com/ecclesiastes/3.htm

12 Darum merkte ich, daß nichts Besseres darin ist denn fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. 13 Denn ein jeglicher Mensch, der da ißt und trinkt und hat guten Mut in aller seiner Arbeit, das ist eine Gabe Gottes.

Viele von uns kämpfen immernoch um’s überleben…… manche kämpfen nur noch um ein erfülltes, lebenswertes Leben.

 

zurück zum Thema:

herrschen heute gute Voraussetzungen um glücklich zu sein?

laut Hirnforscher Manfred Spitzer in Deutschland zumindest leider nicht.

Weil der Mensch immer dann zufrieden und andscheinend auch glücklich ist, wenn alles besser wird.

Und nach so einem dramatischen Tiefpunkt wie dem zweiten Weltkrieg… da konnte es ja nur besser werden.

Also hatten wir eine kurze Phase von 40 Jahren „Verbesserung“ in welcher der Wohlstand gewachsen ist.

Jetz haben wir eine gewisse Sättigungsphase erreicht und pendeln irgendwo auf hohem Niveau hin und her.

Müssen erkennen, dass die Einführung des Euro und die Entwertung des selbigen um 50% den Bürgern zwar geschadet, der Industrie, dem Handel, dem Export aber genützt hat.

Warum?

Weil wir aus Chinesischer sicht billiger geworden sind.

Und wer will nicht „billig“ im Ausland einkaufen können?

Mitlerweile kaufen die Chinesen lieber deutsche Autos als amerikanische, weil die aus chinesischer sicht günstiger sind.

Blöd nur, dass gerade jetzt wo wir global gesehen so super konkurrenzfähig geworden sind…… die Rohstoffe immer teurer werden.

Und China und Russland sitzen nunmal auf einem großteil davon.

zurück zum Thema:

herrschen heute gute Voraussetzungen um glücklich zu sein?

Ich denke, man kann theoretisch unter fast allen möglichen Umständen glücklich sein.

Krieg oder Frieden. Armut oder Reichtum.

Aber man muss es lernen. Es hat viel mit innerer Einstellung zu tun.

Ich denke dass man zufriedenheit genauso wie glücklich sein lernen kann.

Das klingt natürlich erstmal bescheuert…. weil zuerst kommt das Fressen und dann die Moral.

Aber ich habe das starke Gefühl, dass wenn man sich 10x Atemzüge lang seinen Atem bewußt und aktiv wahrnimmt (hört, fühlt) und sich durch nichts ablenken lässt. Dass dieser Zustand die Zufriedenheit und Gelassenheit fördert.

Natürlich gibt es bestimmte Dinge die man nur schwer akzeptieren kann und verhungern will keiner.

Aber sich selbst und andere in die Luft zu sprengen nur um im Leben danach ein paar jungfrauen abzustauben, kann nicht der Weißheit letzter Schluß gewesen sein und wird vorallem mehr Hass und Gewalt schüren als zu irgendeiner positiven Entwicklung beitragen.

Ghandi hat vorgelebt, wie effektiv auch passiver Protest sein kann.

Nur blöd dass die zwei Staaten die sich in seiner Zeit geformt haben, Pakistan und Indien heute noch so fuchs-teufels wild verfeindet sind wie damals.


 

„Im Jahr 2007 könnte China bereits die Vereinigten Staaten überholen und auf den zweiten Platz vorrücken. Wenn sich seine Exporte weiterhin mit ähnlichen Wachstumsraten entwickeln, wird China die Bundesrepublik Deutschland vermutlich spätestens im Jahr 2008 vom ersten Platz ver- drängen.1)

 

Schlüsselt man den deutschen Außen- handel nach Waren auf, so wird darüber hinaus deutlich, dass Deutschland im Jahr 2005 besonders erfolgreich im Export von Maschinen (Anteil von 19,0 % an den deutschen Gesamtausfuhren), Kraftfahrzeugen (17,4%), Kunststoffen und Waren daraus (4,6 %), pharmazeutischen Erzeugnissen (3,7%), Waren aus Eisen und Stahl (2,2%), Papier, Pappe und Waren daraus (2,0%), Aluminium und Waren daraus (1,1%) sowie von Kautschuk und Waren daraus (1,0%) war. Kein anderes Land exportierte von diesen Warengrup- pen mehr als die Bundesrepublik Deutschland. Zusammen machten diese Warenexporte etwa 51% der deutschen Gesamtexporte des Jahres 2005 aus.

Im Export von optischen, fotografischen oder kinematogra- fischen Instrumenten (Anteil von 4,2% an den deutschen Gesamtausfuhren), Eisen und Stahl (2,2 %) sowie von ver- schiedenen Erzeugnissen der chemischen Industrie (1,3 %) belegte Deutschland 2005 den zweiten und im Export von Luft- und Raumfahrzeugen den dritten Rang (2,0%). Diese Warengruppen machten zusammen weitere 10 % der deut- schen Gesamtexporte aus.5)“

fettes brot: an tagen wie diesen….. „seh ein kind in dessen traurigen augen ne fliege sitzt… doch scheiße mann ich fühle nix….. wie ist das denn nur möglich…… vielleicht hab ich’s ja schon oft zu sehen, man siehts ja beinah täglich….. doch warum kann mich nichtmal das mehr erschrecken, wenn irgendwo menschen in dreckigem wasser verrecken….. sowas kann uns nicht passieren und was wenn doch…..“