… ich sehe mit Sorge, dass je stärker einige der Akteure auf den internationalen Finanzmärkten werden, und je größer die Not der Staaten ist weil Sie in eine Verschuldung gehen mussten um die Volkswirtschaften zu retten, eine alte Arroganz sich wieder Weg bahnt und sagt „ihr seit doch von uns abhängig“.

Und ich darf ihnen für mich persönlich sagen, es ist mir ein festes Anliegen, und auch wenn es intellektuell garnicht so einfach ist wie man denen auf die Schliche kommt, es ist mir ein festes Anliegen (intellektuell) dass wir als Politik aus dem Erpressungspotential einzelner Akteure herauskommen… es darf nicht wieder passieren.

……. tja……….

so ist das wa?

die banken die den staat erpressten…. weil sie das finanzsystem einreißen würden…. falls der staat ihnen nicht hilft wieder in die puschen (aus dem bankrott) zu kommen.

Wie schwachsinnig und labil ist unsere Welt eigentlich aufgebaut?

Ich dachte da hätten sich schlaue Leute was dabei gedacht…

Doch der Käse ist zerlöchert und ausgehölt…… und wenn immer mehr Löcher hinzukommen, irgendwann bleiben vom Käse nur noch die Löcher übrig… und dann rettet ihn nichts mehr vor dem Kollaps.

Mitschrift Pressekonferenz

Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy

Di, 01.09.2009
(Die Ausschrift des fremdsprachlichen Teils erfolgte anhand der Simultanübersetzung)

http://www.bundeskanzlerin.de/nn_915652/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2009/08/2009-08-31-pk-merkel-sarkozy.html

Herr Sarkozy, wie sind Sie an die Namen der 3.000 gekommen, von denen Herr Woerth spricht? Haben Sie es genauso wie Deutschland mit Liechtenstein gemacht? Haben Sie nicht vor, gerichtlich vorzugehen? Wollen Sie das nur steuerlich anpacken?

BK’in Merkel: Es geht doch um die Frage, welche Regelungen wir treffen können, damit wir nicht wieder eines Tages davon überrascht werden, dass uns eine Bank erklärt: Entweder der Staat hilft innerhalb der nächsten zwölf Stunden, oder aber wir reißen das ganze Finanzsystem ein. – Darüber muss eine internationale Übereinkunft getroffen werden, da das ein Staat allein nicht tun kann, weil wir als Deutschland oder Frankreich ja auch betroffen sind, wenn zum Beispiel Lehman Brothers ? wie vor gut einem Jahr passiert ? zusammenbricht. Deshalb muss ein Mechanismus gefunden werden.

Ich neige dazu, die Risikobehaftetheit der Geschäfte einer Bank durch einheitliche Vorgaben zu bewerten, die wir international vereinbaren. Je höher zum Beispiel die Risikogeschäfte dieser Bank sind, umso höher muss das Eigenkapital sein, das sich diese Bank zurückbehält. Damit ist sichergestellt, dass die Bank für ihre eigenen Risiken, die sie eingeht, einstehen kann und nicht den Staat als Helfer braucht. Das muss aber international vereinbart sein. Das ist noch nicht auf gleichem Niveau vereinbart. Für mich ist auch ein großes Ärgernis, dass das Abkommen Basel II, das wir Europäer umgesetzt haben und das ja auch scharfe Eigenkapitalvorschriften für unsere Banken festlegt, zum Beispiel von den Amerikanern bis heute nicht umgesetzt worden ist und dadurch auch ein unterschiedliches Wettbewerbsfeld herrscht.

Zweitens unterstütze ich den Brief von Herrn Steinbrück in Bezug darauf, dass wir über Exit-Strategien nachdenken müssen. Das ist ein Thema, das auch in Pittsburgh eine Rolle spielen wird; denn wir müssen aufpassen, dass wir uns einerseits in der Rezession, in der Konjunkturkrise, richtig verhalten, aber andererseits nicht den Fehler machen, aus dem die jetzige Krise entstanden ist, nämlich dass man die lockere Geldpolitik in Amerika nach dem 11. September nie aufgegeben hat, woraus dann diese Blase entstehen konnte. Darüber müssen wir uns einigen.

Man kann die Exit-Strategie sicherlich nicht abrupt umsetzen, weil das zu den Effekten führen würde, die es Ende der 30er Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika gab. Es wurden erst große Konjunkturprogramme mit einem Schlag umgestellt, und das war falsch. Deshalb muss das sicherlich kontinuierlich erfolgen. Aber dass man das international, gemeinschaftlich macht, ist richtig.