Versicherungen betreiben soooooo viel Schindluder wofür in 99% aller Fälle der Versicherte zahlen darf.
Beispiel private KV:
1. man braucht einen günstigen Einsteigertarif um neue, junge Kunden, die selten krank sind zu ködern.
2. die Beiträge steigen von Jahr zu Jahr um 5-15%, wenn der Kunde mit 250€ Beitrag anfängt (Beispiel Central EKN2500 mit 2500€ Selbstbeteiligung) (wovon vermutlich 100€ allein für die Werbung/Makler drauf gehen) wird er schon nach wenigen Jahren bei 500€ angekommen sein.

Viele Ältere (öfter Kranke) können ihre Beiträge nicht mehr bezahlen und werden in Basis-Tarife abgeschoben oder fliegen komplett raus.

Man kann übrigens auch seinen alten privaten Krankenkassen Tarif nicht (mehr) kündigen, solange man keinen neuen hat.

Eine rießen Sauerei wie ich finde.

Anscheinend dürfen die Krankenkassen willkürlich Beitragserhöhungen festsetzten.

Wussten Sie, dass (bisher) Makler für die Vermittlung eines Privat versicherten Patienten bis zu 12 Monatsbeiträge (250*12=3000€) erhalten haben?
Das soll jetzt gesetzlich gedeckelt werden schreibt die Financial Times.
Besonders dreist hat erst die Allianz versucht ihre Alt-Kunden zur Kasse zu bitten.
Wie an diesem Artikel ersichtbar:

Der ultra witz ist auch noch der, dass mitlerweile eine VERSICHERUNGSPFLICHT HERRSCHT, d.h. solange man keinen Vertrag mit einem neuen Versicherer hat, kann man den alten Vertrag NICHT kündigen.

Absolut bescheuert.

Und der olle „Basis-Tarif“ in den ehemals privat versicherte, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen können rutschen ist (laut nachfolgendem Video) eine Phars, ein Witz.

Ich kann jedem privat Versicherten nur anraten, sich einen 410€ Job zu besorgen und seine selbständigkeit (oder was auch immer) im NEBENJOB auszuüben.

Damit ist er dann automatisch gesetzlich (über den 410€ Job) versichert, ohne Wechsel-Wartezeit.

Ich hoffe dass das System demnächst kollabiert, es wird ja von allen ecken und enden angezapft, ausgenommen… gegenseitige Verarschung & Geld gehört wohl unter modernen Menschen untrennbar zusammen.

Am liebsten würde ich meine Beiträge lieber in Gold anlegen und bei Bedarf dem Arzt überreichen.

Die Mitglieder der GKV teilen sich in die folgenden 3 Gruppen auf: Pflichtversicherte, Freiwillig Versicherte und Familienversicherte. Die Krankenversicherung als Pflichtversicherung entsteht kraft Gesetzes und sie kann durch Absprachen jedweder Art nicht vermieden werden.

Pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind grundsätzlich alle Arbeitnehmer, deren Bruttoarbeitsentgelt die aktuelle Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) nicht übersteigt. Zum regelmäßigen Entgelt gehören neben dem laufenden monatlichen Bruttoarbeitsentgelt auch Einmalzahlungen (wie zum Beispiel Urlaubs- oder Weihnachtsgeld), sofern diese mit hinreichender Sicherheit mindestens einmal jährlich gezahlt werden. Die Versicherungspflicht wird im Sozialgesetzbuch im § 5 SGB V geregelt.

Diese Rechtsvorschrift ist schwer zu lesen. Vereinfacht kann man sagen, dass eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht für

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Arbeitsentgelt aus der Beschäftigung mehr als 400 Euro monatlich beträgt, aber die aktuelle Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) nicht übersteigt (siehe hierzu auch weiter unten).
  • Auszubildende und Studierende sowie Praktikantinnen und Praktikanten, die eine in Studien- oder Prüfungsordnungen vorgeschriebene berufspraktische Tätigkeit ohne Arbeitsentgelt verrichten
  • Rentnerinnen und Rentner, sofern bestimmte Vorversicherungszeiten erfüllt sind
  • Bezieher von Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II oder Unterhaltsgeld nach dem SGB III
  • land- und forstwirtschaftliche Unternehmer und ihre mitarbeitenden Familienangehörigen sowie Altenteiler in der Landwirtschaft
  • Künstler und Publizisten (siehe hierzu Künstersozialversicherung)
  • Personen ohne anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall, die zuletzt gesetzlich krankenversichert waren oder der gesetzlichen Krankenversicherung zuzuordnen sind

Nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung sind mithin Personen, die hauptberuflich selbständig bzw. freiberuflich erwerbstätig sind sowie Beamte, Richter und Zeitsoldaten. Dieser Personenkreis muss sich entweder freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung oder in der privaten Krankenversicherung absichern (siehe hierzu Antrag bei PkV).

Versicherungspflicht in der PKV (private Krankenversicherung)
Seit dem 1. Januar 2009 gilt auch für den Bereich der privaten Krankenversicherung (PKV) die Pflicht, eine Krankenversicherung abzuschließen. Gleichzeitig wurde ein so genannter Basistarif

eingeführt, den alle privaten Krankenversicherungen anbieten müssen. Auch für den Basistarif gilt: keine Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse. Die Leistungen des Basistarifs sind in Art, Umfang und Höhe mit dem Leistungskatalog der GKV vergleichbar. Auch bei privat Versicherten wird so die Bezahlbarkeit der Krankenversicherung sichergestellt. Ein Basistarif darf maximal so teuer sein wie der Höchstbeitrag in der GKV. Ist das für den Versicherten nachweislich zu teuer, wird der Beitrag im Basistarif halbiert. Und wer auch dafür nicht genug Geld aufbringen kann, bekommt einen Zuschuss vom Sozialamt oder Grundsicherungsträger.

Die privaten Krankenversicherungen sind seit dem 01.01.2009 verpflichtet, einen Basistarif anzubieten. Dabei gilt: Versicherten darf die Aufnahme in den Basistarif – trotz eventueller Vorerkrankungen – nicht verweigert werden. Die Aufnahme in den Basistarif erfolgt ohne Zuschläge und ohne Ablehnungen. Der Basistarif muss in etwa die gleichen Versicherungsleistungen enthalten, die auch die gesetzlichen Krankenkassen anbieten (vgl. bei Bedarf § 193 VVG).

Da der Basistarif nach Art, Umfang und Höhe mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) vergleichbar sein muss, ist der für die private Krankenversicherung höherwertige Versicherungsschutz im Basistarif nicht gegeben. Mithin unterscheiden sich die Leistungen im Basistarif teilweise beträchtlich von der echten Vollkrankenversicherung. Trotzdem kann der Basistarif für manche Versicherten die bessere, weil preiswertere Wahl darstellen.

Faustregel für einen Wechsel in den Basistarif
Die Basistarife eignen sich für Privatversicherte, die sich die Versicherungsprämien nicht mehr leisten können und in die gesetzliche Krankenversicherung etwa wegen ihres Alters nicht mehr zurückkehren können oder wollen. Wer 55 Jahre alt oder älter ist oder eine Rente beziehungsweise eine Beamtenpension bezieht, kann jederzeit in den Basistarif seines Versicherungsunternehmens wechseln. Gleiches gilt auch für Versicherte, die nachweislich die Versicherungsprämie nicht mehr aufbringen können. Privat Versicherte, die innerhalb ihrer Versicherung in den Basistarif wechseln, nehmen die Alterungsrückstellungen in vollem Umfang mit.

In Kürze: Die private Krankenversicherung bildet Alterungsrückstellungen, um den im höheren Lebensalter anfallenden höheren Krankheitskosten entgegenzuwirken. Diese gesetzlich vorgeschriebene Maßnahme soll weitgehend sicherstellen, dass die Versicherungsbeiträge nicht steigen, nur weil der Versicherte älter wird. Nach Presseberichten steigt die Inanspruchnahme von Krankenhausleistungen zwischen dem 30. und dem 80. Lebensjahr auf das Zehn- bis Zwölffache. In der Beitragsberechnung der PKV wird diese Entwicklung durch den Aufbau von Alterungsrückstellungen berücksichtigt. Man findet in der Presse auch teilweise den unpräzisen Ausdruck „Altersrückstellung“. In der Regel wird dann das Wort „Altersrückstellung“ als Synonym gebraucht. So halten wir es – schon wegen möglicher Zitate – auch in diesem Artikel.

Was ist überhaupt die Alterungsrückstellung?
Der Monatsbeitrag in der privaten Krankenversicherung ist rechnerisch ein konstanter Beitrag über die gesamte Vertragslaufzeit. Wegen des zunehmenden Alters des Versicherten werden die Leistungen der Krankenversicherung in der Zukunft steigen. Damit die Monatsbeiträge nicht erhöht und die Leistungen nicht gekürzt werden, „spart“ die Krankenversicherung bereits aus dem Monatsbeitrag verzinslich an. Diese angesparten Beitragsteile bilden die Alterungsrückstellung. Mit zunehmenden Alter können so die Versicherungsleistungen ohne zusätzliche Beitragserhöhung geleistet werden.

Beitragszuschlag zur Vermeidung hoher Beiträge im Alter
Seit dem 1. Januar 2000 müssen Neuversicherte einen zusätzlichen Zuschlag von 10 Prozent auf ihren Beitrag zahlen. Dieser Zuschlag wird in der Regel ab dem 22. Lebensjahr und bis zum 61. Lebensjahr berechnet. Die daraus resultierenden Mittel werden verzinslich angelegt und – ohne Abzug etwaiger Kosten – dafür verwendet, Beitragserhöhungen nach Vollendung des 65. Lebensjahres aufzufangen. Der Beitragszuschlag dient also dem Ziel, die Krankenversicherungsprämie bei langer Vorversicherungszeit ab dem 65. Lebensjahr konstant zu halten. So sollen nicht nur die altersbedingt steigende Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, sondern auch allgemeine Kostensteigerungen aufgefangen werden. Der Beitragszuschlag ist mit 3,5 Prozent von der Krankenversicherung zu verzinsen und darüber hinaus erwirtschaftete Zinsen müssen zu 90 Prozent der Versichertengemeinschaft gutgeschrieben werden.

Alterungsrückstellung im VAG
Der Zinssatz zur Berechnung von Alterungsrückstellungen beträgt maximal 3,5 Prozent. Die Unternehmen können ihre Krankenversicherungstarife aber auch auf einem anderen (niedrigeren) Satz aufbauen. Logische Folge: Je niedriger der rechnerisch zugrunde gelegte Zinssatz, desto geringer ist auch der Teil der Zinserträge, die der Alterungsrückstellung zugutekommen. Und damit drohen auch im Alter höhere Krankenversicherungsprämien. Wenn der Marktzins über dem kalkulatorischen Zinssatz liegt, erzielt das Versicherungsunternehmen Zinserträge, die als Überzinsen bezeichnet werden. Diese Überzinsen werden insbesondere für zusätzliche Beitragsentlastungen im Alter oder ggf. für Beitragsrückerstattungen verwendet. Ab dem 80. Lebensjahr kann es zu einer Beitragssenkung kommen, wenn die Liquidität aus dem Beitragszuschlag dies hergibt. So heißt es im § 12a VAG: Nicht verbrauchte Beträge sind mit Vollendung des 80. Lebensjahres des Versicherten zur Prämiensenkung einzusetzen. Zuschreibungen nach diesem Zeitpunkt sind zur sofortigen Prämiensenkung einzusetzen.

Die allgemeine gesetzliche Grundlage findet sich im § 12a VAG mit dem Titel „Alterungsrückstellung; Direktgutschrift“. Dort heißt es: Das Versicherungsunternehmen hat den Versicherten in der nach Art der Lebensversicherung betriebenen Krankheitskosten- und freiwilligen Pflegekrankenversicherung (Pflegekosten- und Pflegetagegeldversicherung) jährlich Zinserträge, die auf die Summe der jeweiligen zum Ende des vorherigen Geschäftsjahres vorhandenen positiven Alterungsrückstellung der betroffenen Versicherungen entfallen, gutzuschreiben. Diese Gutschrift beträgt 90 vom Hundert der durchschnittlichen, über die rechnungsmäßige Verzinsung hinausgehenden Kapitalerträge (Überzins).

Mitnahme der Alterungsrückstellung („Altersrückstellung“)
Bei einem Wechsel der Versicherungsgesellschaft nehmen privat Versicherte ihre Altersrückstellung seit dem 1. Januar 2009 nur im Umfang des Basistarifs mit. Dies gilt unabhängig davon, ob sie beim neuen Versicherer in einen Volltarif oder lediglich in den Basistarif wechseln. Damit ist ein Wechsel zu einem anderen Versicherungsunternehmen grundsätzlich nicht attraktiv. Die Alterungsrückstellung wird nur in voller Höhe bei einem Tarifwechsel innerhalb des bestehenden Versicherungsunternehmens mitgenommen. Folge: Privatversicherte, die den Anbieter der Krankenkasse wechseln wollen, müssen auch immer einen Verlust der Alterungsrückstellung in Kauf nehmen.

Wechsel des Versicherungstarifs innerhalb des Unternehmens
Der § 204 VVG regelt das so genannte Tarifwechselrecht. Bei einem bestehenden unbefristeten Versicherungsverhältnis kann der Versicherungsnehmer vom Versicherer verlangen, dass dieser Anträge auf Wechsel in andere Tarife mit gleichartigem Versicherungsschutz unter Anrechnung der aus dem Vertrag erworbenen Rechte und der Alterungsrückstellung annimmt. Soweit die Leistungen in dem Tarif, in den der Versicherungsnehmer wechseln will, höher oder umfassender sind als in dem bisherigen Tarif, kann der Versicherer allerdings für die Mehrleistung einen Leistungsausschluss oder einen angemessenen Risikozuschlag und insoweit auch eine Wartezeit verlangen. Der Versicherungsnehmer kann die Vereinbarung eines Risikozuschlags und einer Wartezeit dadurch abwenden, dass er hinsichtlich der Mehrleistung einen Leistungsausschluss vereinbart. Bei einem Wechsel aus dem Basistarif in einen anderen Tarif kann der Versicherer auch den bei Vertragsschluss ermittelten Risikozuschlag verlangen.

Wechselt der Versicherungsnehmer innerhalb desselben Unternehmens in einen anderen Tarif, ergeben sich mithin keine Änderungen zur bisherigen Rechtslage. Die Alterungsrückstellung aus dem bisherigen Tarif wird voll angerechnet. Besonderheiten ergaben sich ausschließlich hinsichtlich des zeitlich begrenzten Wechselrechts in den Basistarif.

Versicherte der Privatkrankenversicherung (Bestandskunden) konnten im ersten Halbjahr 2009 bei einem Wechsel zu einer anderen Krankenversicherung einen wesentlichen Teil ihrer Alterungsrückstellung mitnehmen. Neukunden können seit dem 1. Januar 2009 generell diesen Teil ihrer Alterungsrückstellungen zu einer anderen Krankenversicherung mitnehmen. Mitgenommen wird aber nur der Teil der Alterungsrückstellung, der in Höhe der Leistungen aus dem Basistarif gebildet worden ist. Ein Wechsel zu einem anderen Versicherungsunternehmen wird dadurch nach wie vor erschwert.

Wer sich neu privat versichern will, kann den Basistarif oder einen anderen Tarif wählen und zu jeder anderen privaten Krankenkasse wechseln. Die versicherte Person nimmt beim Wechsel die bereits geleisteten Ansparungen für das Alter (Alterungsrückstellung) aber nur im Umfang des Basistarifes mit. Die Berücksichtigung der Alterungssrückstellung greift auch, wenn der Versicherte in einem anderen Tarif als dem Basistarif einsteigt. Eine Aufnahmepflicht besteht für das Versicherungsunternehmen allerdings nur im Basistarif. Bei anderen Tarifen kann er die Aufnahme ablehnen.

Personen, die bereits Mitglied einer privaten Krankenversicherung waren, hatten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 die einmalige Möglichkeit, die Versicherungsgesellschaft zu wechseln und dabei die Alterungsrückstellung in Höhe des Basistarifs zum neuen Versicherer mitzunehmen. Der Wechsel darf jedoch zunächst nur in den Basistarif der neuen Versicherungsgesellschaft erfolgen. Und in diesem Tarif ist der Versicherte für mindestens 18 Monate gebunden, bevor er in einen besseren und entsprechend teureren Tarif mit erweiterten Versicherungsleistungen wechseln kann.

Anders ist der Sachverhalt bei Personen, die erst in die private Krankenversicherung wechseln. Sie können – ohne zeitliche Befristung – den Krankenversicherer wechseln und beim Wechsel die angesammelten Alterungsrückstellungen in Höhe des Basistarifs mitnehmen. Der Wechsel in die Privatkrankenversicherung ist allerdings nicht leicht. So darf nach bisherigem Recht nur jemand in die Privatkrankenversicherung wechseln, dessen Einkommen in drei aufeinander folgenden Jahren oberhalb der Versicherungspflichtgrenze lag. Ab dem Jahr 2011 soll es wieder ausreichen, wenn das Einkommen in einem Jahr oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt. Sehr häufig ist auch noch eine Gesundheitsprüfung zu bestehen. [Mehr hierzu im Artikel Angebote der PKV].

Höchstbetrag im Basistarif ab 2011
Der Höhstbeitrag eines Basistarifs ist abhängig vom Beitragssatz in der GKV, der jeweils geltenden Beitragsbemessungsgrenze und dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung. Unter Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren hat der Höchstbetrag im Basistarif ab dem 1. Januar 2011 mindestens eine Höhe von 575,44 Euro. Wenn das Bundesministerium für Gesundheit eine durchschnittlichen Zusatzbeitrag im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung veröffetnlicht, erhöht sich der Höchstbeitrag in Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitrags rückwirkend zum 1. Januar 2011. Diese Regelung gilt analog auch für Folgejahre.

Mit dem Urteil vom 10. Juni 2009 hat das Bundesverfassungsgericht bestätigt, dass die privaten Krankenkassen einen Basistarif – wie oben geschildert – für alle in Frage kommenden Personen anbieten muss. Viele privat Versicherte befürchten, dass dadurch private Krankenkassen teurer werden. Zwar besteht grundsätzlich das Risiko, dass mehr Menschen mit Vorerkrankungen in die private Krankenversicherung wechseln. Bisher haben jedoch nur sehr wenige Personen einen Basistarif abgeschlossen. Die meisten Personen, die in eine PKV wechseln, sind mit den Leistungen eines Basistarifes anscheinend nicht zufrieden. Eine Prämienerhöhung mit der Begründung „Basistarif“ ist daher – zumindest in der Breite – nicht glaubwürdig.

Anmerkungen zur Jahresarbeitsentgeltgrenze
Die Versicherungspflicht aus der gesetzlichen Krankenkasse endet für den vorgenannten Personenkreis vornehmlich nur, wenn das Entgelt des Beschäftigten in einem festgelegten Zeitraum die jeweils geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten hat. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze sollte nicht verwechselt werden mit der für diese Versicherung geltenden Beitragsbemessungsgrenze. Im Grunde ist damit jeder Arbeitnehmer mit einem Arbeitsentgelt unterhalb der Versicherungspflichtgrenze krankenversicherungspflichtig. [Mehr hierzu im Artikel Bemessungsgrenze und Entgeltgrenze].

Wird die Jahresarbeitsentgeltgrenze im Laufe eines Kalenderjahres nicht nur vorübergehend unterschritten (zum Beispiel per Tarifvertrag durch Verringerung der Arbeitszeit), tritt die Krankenversicherungspflicht sofort ein. Keine unmittelbare Auswirkung auf die Krankenversicherungspflicht hat hingegen eine vorübergehende Verminderung, etwa durch Kurzarbeit oder eine Wiedereingliederung bei längerer Arbeitsunfähigkeit. Erhöht sich zum Jahreswechsel die Jahresarbeitsentgeltgrenze und liegt das Entgelt ab 1. Januar deshalb nicht mehr darüber, tritt grundsätzlich Krankenversicherungspflicht ein. Wenn Arbeitnehmer versicherungspflichtig werden, müssen sie sich innerhalb von zwei Wochen für eine Krankenkasse entscheiden. Nach Ablauf dieser Frist kann der Arbeitgeber den Mitarbeiter bei einer Krankenkasse seiner Wahl anmelden.

Alle Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung können sich nach dem Ende der Versicherungspflicht freiwillig weiter versichern. Diese Personen werden also nicht kraft Gesetz versichert, sondern müssen sich selbst um Ihren Krankenversicherungsschutz kümmern. Dies gilt insbesondere für Personen, die aus einer Pflichtversicherung oder Familienversicherung ausgeschieden sind.

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