IHRE MEINUNG INTERESSIERT UNS:

Private Krankenversicherungen haben ein interessantes (und vorallem legales) Geschäftsmodell entwickelt.

1. SEIT dem 01.01.2009 herrscht Krankenversicherungspflicht in Deutschland. Ab 2012 für alle Personen. Zuvor beschränkte sich die Versicherungspflicht auf bestimmte Personengruppen und auf die gesetzlichen Krankenkassen. (Krankenversicherungspflicht, klingt erst mal gut…)

2. Wir schreiben das Jahr 2007, die Geschäfte bei Herr Mustermann laufen gut, er hat sich selbständig gemacht, versichert ist er privat bei der Central, weil bei der gesetzlichen Versicherung sein Beitrag c.a. 600€ pro Monat betragen würde (30% vom Brutto).

Er lässt sich von seinem ansässigen Generali Makler „beraten“ und der erklärt ihm, da man(n) eine KrankenVersicherung ja NUR im Notfall braucht, möglichst wenig monatsbeiträge, möglichst hoher Selbstkostenanteil. EKN2500. 200€ pro Monat, beste Leistungen, ABERR 2500€ Selbstbeteiligung. (d.h. So lange ALLE Kosten eines Jahres 2500€ NICHT überschreiten, muss er diese aus eigener Tasche zahlen UND zustäzlich 200€ pro Monat)

… ein Jahr später…

3. Die Central schickt ihm einen Brief, Sie müssen leider die Beiträge um 50€(!!!) pro Monat erhöhen. D.h. 250€ pro Monat BEI GLEICHER LEISTUNG. Herr Mustermann fühlt sich verarscht und möchte zurück in die Gesetzliche wechseln, das geht aber nicht, weil er ja selbständig ist. Er würde gerne zur Techniker Krankenkasse wechseln welche ihm aber bürokratische Steine in den Weg legt („da brauchen wir erstmal eine BWA“) Eine andere private Versicherung nimmt ihn auch nicht, weil er bei einem Urologen (alles selbst bezahlt) war, der ihm eine Spermatozele diagnostiziert, welche total ungefährlich ist, aber bei Schmerzen operiert werden sollte.

Hinterher erfährt er, von einem unabhängigen Versicherungsmakler, dass die meisten Tarife der Central nicht mehr verkäuflich sind, weil die Beiträge so enorm gestiegen sind. Es ist eine Masche von privaten Versicherungen junge Kunden mit GÜNSTIGEN Einstiegstarifen zu ködern Sie dann irgendwann durch jährliche erzwungene Beitragssteigerungen in die Kündigung zu zwingen.

Abkassieren, dann durch Beitragserhöhungen rauß oder in den finanziellen Ruin drängen.

Prämien und Rückstellungen behalten, nie zahlen.

Der perfekte Versicherungs-Deal, aus der Sicht der Versicherung.

Ein GENIALES Geschäftsmodell, staatlich gewollt. Völlig legal.

Wer die Beiträge der privaten Krankenkasse nicht mehr bezahlen kann, dem werden die Zahlungen nicht etwa erlassen, nein nein, er kommt AUTOMATISCH in den sogenannten Basis-Tarif und ist damit AUTOMATISCH noch schlechter gestellt als gesetzlich versicherte.

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/krankenkassen/article/644295/pkv-basistarif-holzklasse-medizin.html

Der PKV-Basistarif: Holzklasse der Medizin

Maximal unattraktiv: Das könnte das Fazit einer Antwort der Bundesregierung zum Basistarif in der privaten Krankenversicherung sein

4. Andere private Krankenkassen lehnen ihn ab, weil Sie GESUNDHEITSKASSEN sind, die keine „möglicherweise“ Kranken versichern. So einfach ist das.

Herr Mustermann ist verärgert und verbittert.

Wenn er eines Tages die Beiträge der Central nicht mehr zahlen kann, dann rutscht er automatisch in den Basis-Tarif.

Dieser beinhaltet NOCH höhere Beiträge und NOCH schlechtere Leistungen.

Mein Lieber Staat, das kann es doch nicht sein oder?

ICH RATE JEDEM, DER DIESEN UNSINN GEFÜHLT NICHT MEHR LANGE MITMACHEN KANN, MONATLICH EIN WENIG GOLD ZU KAUFEN.

WENN ER GARNIX MEHR HAT, HAT ER IMMERNOCH DAS

„Hey Doc, ich habe mir das Bein gebrochen… und einen 10g Goldbarren im Geldbeutel…. das sollte für die erste Rechnung reichen.“

Das scheint mir die BESTE Versicherung zu sein.

MÖGLICHE LÖSUNG: ZURÜCK IN DIE GESETZLICHE KRANKENKASSE.

WIE?

IN DEM HERR MUSTERMANN BEI EINER ZEITARBEITSFIRMA (DIE SUCHEN IMMER IDIOTEN für 7.89€ BRUTTO) 3 MONATE (ERST DANN MUSS ER KEINE BEITRÄGE MEHR ZUR PRIVATE KRANKEKASSE BEZAHLEN, IST ABER GLEICHZEITIG (!?) GESETZLICH VERSICHERT UND BEZAHLT GLEICHZEITIG BEITRÄGE IN DIE GESETZLICHE KRANKENKASSE, MACHT KEINEN SINN? EGAL!?, NACH EINEM JAHR HÄTTE HERR MUSTERMANN DANN SOGAR (EGAL OB ER DEUTSCHEN PASS HAT ODER NICHT) ANSPRUCH AUF ARBEITSLOSENGELD.

http://www.cecu.de/beitragserhoehung-private-krankenversicherung.html

Übersicht zur Beitragserhöhung 2012

Während einige Gesellschaften stabile Beiträge bis Anfang 2013 garantieren, müssen andere Versicherer die Prämien im zweistelligen Prozentbereich anheben. Die Prämienerhöhung bedarf der Zustimmung durch einen unabhängigen Treuhänder. Nachfolgend eine Übersicht der aktuell gemeldeten Beitragserhöhungen. Die Prozentsätze beziehen sich stets auf die Neugeschäftsbeiträge. Für Bestandskunden fällt die Erhöhung im Regelfall geringer aus.

Central Krankenversicherung

  • Tarif TOPline: 10-15%
  • Tarif PLUSline: 20-40%
  • Tarif ECOline: 50-70%


Deutscher Ring

  • Esprit: Männer +9,3%, Frauen +0,4%
  • Esprit MX: Männer +13,8%
  • Esprit X: Männer +17,5%
  • Classic: Männer +10,1%
  • Classic+: Männer +11,7%
  • Comfort: Männer +7,3%


Gothaer

  • MAX 1: Männer +14%, Frauen +18%,
  • MAX 2: Männer +15%,
  • MediComfort: Frauen +33,8%,
  • MediVita 250: Männer +12,4%,
  • MediVita 500: Männer +10,3%,
  • MediVita Z70: Männer +18,7%, Frauen +19,2%,
  • MediVita Z90: Männer +19,5%, Frauen +17,0%,


HanseMerkur

  • KV2 (Fit): Frauen +9,4%
  • KV3 (Fit): Frauen +9,8%
  • KVE1 (StartFit): Männer +10,4%, Frauen +6,2%
  • KVG1 (StartFit): Männer +10,4%, Frauen +4,8%

Nürnberger

  • A003: Frauen +3,2%
  • A006: Männer +1,3%, Frauen +4,7%
  • S001: Männer +3,1%, Frauen +7,5%
  • S003: Männer +5,8%
  • TOP: Männer +13,2%
  • TOP+: Männer +13,2%
  • TOP2: Männer +3,1%
  • CC30: Männer +7,5%, Frauen +3,9%
  • HAT: Männer +5,1%

Universa

  • introPrivat 300: Männer +10,5%
  • introPrivat 600: Männer +8,3%
  • introPrivat Spezial: Männer +10,6%
  • ST1/100: Männer +7,1%, Frauen +6,1%
  • ST2/100: Männer + 15,4%, Frauen +2,3%
  • ZA 100: Frauen +8,7%

Die Central hat neben der massiven Beitragserhöhung die Einstellung des Neugeschäfts für sogenannte Billigtarife (ECOline-Tarife KE, EKE, KEH, BSS, BSSN sowie der entsprechenden central.vario- Kombinationen) zum 1. August 2011 vorgenommen. Gleichzeitig wird der Vertrieb der Policen über unabhängige Makler zum 31.03.2012 eingestellt. Ab dem 01.04.2012 können Central-Produkte nur noch über Mitarbeiter der DVAG erworben werden.

TIPP: Einen Preisvergleich zur PKV können Sie hier anfordern.

Gründe für eine Beitragserhöhung in der PKV

So vielschichtig wie die Tarife sind auch die Gründe, die eine Beitragserhöhung erforderlich machen. Zunächst gibt es auch in der Medizin den Trend zu Verteuerung von Leistungen im Gesundheitswesen. Steigende Preise für Medikamente, Geräte oder auch für das medizinische Personal durch höhere Lohnabschlüsse lassen die Kosten bei den Versicherern ansteigen.

Daneben machen sich die Alterung der Bevölkerung und die gestiegene Lebenserwartung auch bei den privaten Versicherern bemerkbar. Durch die Zunahme des Lebensalters müssen weitere finanzielle Mittel zum Aufbau von Altersrückstellungen gebildet werden. Denn die PKV muss ihre Leistungen auf vertraglicher Basis erbringen und kann nicht wie die gesetzliche Krankenkasse eine Leistungskürzung vornehmen. Durch die Integration der Sterbetafel 2010 wird die Kalkulationsgrundlage auf den neuesten Stand gebracht.

Für das Jahr 2010 ergibt sich zudem ein Sondereffekt: So führt die Einführung des Basistarifs in der PKV und die gleichzeitig eingeführte Versicherungspflicht zu einer Beitragserhöhung.

Die Beitragserhöhung kann das PKV-Unternehmen jedoch nicht willkürlich vornehmen. Vielmehr bedarf es gemäß § 12b VAG eines unabhängigen Treuhänders, welcher der Beitragsanpassung zustimmen muss. Der Treuhänder stellt fest, ob die Beitragsanpassung im Einklang mit den Kalkulationsvorschriften des Versicherungsgesetzes steht. Dazu müssen verschiedene Rechnungsgrundlagen und mathematische Formeln berücksichtigt werden.

Möglichkeiten bei einer Beitragserhöhung

Gerade ältere Versicherte sind von einer Beitragserhöhung besonders betroffen. Denn gestiegenen Krankheitskosten müssen über die Altersrückstellung auch für die Zukunft in die Tarifprämien einkalkuliert werden. Aufgrund der fehlenden Ansparzeit ist dazu stets ein größerer Geldbetrag erforderlich als bei jungen Versicherten.

  • Tarifwechsel durch Umstufungsrecht: Durch Vereinbarung eines höheren Selbstbehalts oder Reduzierung von Versicherungsleistungen, z.B. durch Verzicht auf Wahlleistungen im Krankenhaus, lassen sich sofortige Beitragsersparnisse erzielen. Alternativ bieten die meisten PKV-Unternehmen auch andere Tarife, bei denen man durch einen Wechsel die monatlichen Beiträge reduzieren kann. Eine persönliche Beratung sollte jedoch vorher eingeholt werden.
  • Beitragsentlastungsprogramme: Wer einen speziellen Vorsorgeplan mit seiner PKV-Gesellschaft vereinbart, kann eine garantierte Beitragssenkung im Rentenalter erhalten. Dazu muss man in jungen Jahren einen höheren Beitrag entrichten, der verzinslich angelegt wird. Die Beitragsentlastungsprogramme sind als integrierter Bestandteil der privaten Krankenvollversicherung ebenfalls durch den Arbeitgeber zuschussfähig.
  • PKV-Wechsel: Als letzte Möglichkeit bietet sich der Wechsel der privaten Krankenversicherung an. Zu beachten ist, dass in diesem Fall beim neuen Versicherer eine Gesundheitsprüfung stattfindet, die dazu führen kann, dass man den gewünschten Versicherungsschutz nicht erhält. In den meisten Fällen verbleiben die angesammelten Altersrückstellungen beim bisherigen Versicherer.
  • Leistungskürzungen: Der Verzicht auf den Chefarzt im Krankenhaus kann eine monatliche Beitragsersparnis von bis zu 100 Euro bringen. Doch Vorsicht: Wer später wieder auf diese Leistung zurückgreifen will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Daher sollte man diesen Schritt nur nach ausführlicher Beratung über Vor- und Nachteile in Erwägung ziehen.
  • Wechsel in Standard- oder Basistarif: Für ältere Versicherte hat der Gesetzgeber zwei Grundtarife eingeführt. Die Leistungen orientieren sich am Katalog der gesetzlichen Kassen. Der Beitrag ist auf einen Höchstwert begrenzt. Allerdings bietet der Tarifwechsel in einen anderen Normaltarif meist höhere Einsparmöglichkeiten.

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