Der beste Weg, die Linolsäure Werte auf einem vernünftigen Niveau zu halten, ist ein sparsamer Konsum von linolsäurereichen Pflanzenölen. „Hauptnahrungsöl“ soll stets das Rapsöl sein: Rapsöl zeigt ein ausgewogenes Fettsäureverhältnis von Linolsäure zu Alpha-Linolensäure und ist zudem reich an Gamma-Vitamin E.

Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis – Was ist Omega3?

Es sind zunächst Proteine in Fleisch und Milch aber auch Pflanzen.

Omega-3-Fettsäuren sind eine Gruppe von mehrfach ungesättigten, für den Menschen essentielle, Fettsäuren. (essentiell heißt der Körper kann diese nicht selbst (bei Bedarf) aus anderen Rohstoffen herstellen)

Diese Gruppe heißen Omega-„3“-Fettsäuren, weil sie die erste Doppelbindung am 3. C-Atom (vom apolaren Kettenende her gezählt, also von der Methylgruppe) aufweisen (U.A. PFEUFFER 1997, STEHLE 2006). (eher was für Chemiker)

Die wichtigsten Omega-3-Fettsäuren sind die alpha-Linolensäure (n-3 C18:3), die Eicosapentaensäure (EPA n-3 C20:5) und die Docosahexaensäure (DHA n-3 C22:6).

Zu den wichtigsten Omega-6-Fettsäuren zählen Linolsäure (n-6 C18:2) (ohne das alpha davor) und Arachidonsäure (n-6 C20:4), wobei Linolsäure im menschlichen Körper und im tierischen Organismus, aber nicht in Pflanzen, in Arachidonsäure umgewandelt werden kann.

Omega-3- und Omega-6- Fettsäuren konkurrieren im menschlichen Körper um bestimmte Enzymsysteme und übernehmen unterschiedliche Funktionen, die für die Wirkung bei bestimmten Krankheitsbildern von Bedeutung sind (U.A. PFEUFFER 1997, FUHRMANN 2003, STEHLE 2006).

Gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE 2000) sollte das empfohlene Verhältnis von Omega-6- zu Omega -3-Fettsäuren weniger als 5:1 betragen.

STEHLE (2006) gibt ein derzeitiges Verhältnis von 7,5:1 für Deutschland an.

Während Grönländer mit ihrem hohen Verzehr an fettreichen Kaltwasserfischen sogar ein Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren von 1:1 bis 4:1 realisieren, bewegt sich das Verhältnis in den meisten westlichen Industrieländern laut UFOP (2006) zwischen 20:1 und 30:1.

Das Problem ist, dass die üblicherweise häufig verzehrten Nahrungsmittel zu wenige Omega-3- Fettsäuren liefern (KOGLER 2005).

Eine Vielzahl von Untersuchungen weltweit ergaben zahlreiche Hinweise auf sehr unterschiedliche günstige Effekte von Omega-3-Fettsäuren im menschlichen Körper (u.a. HILDEBRANDT 2006, KOGLER 2005):

1.    Senkung der Serumtriglyceridwerte (Neutralblutfettwerte)
2. Entzündungshemmende Wirkung bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen (Entzündungen können Krebs FÖRDERN)
3. Stabilisierung von arteriosklerotische veränderten Gefäßwänden
4. Hemmung der Thrombozytenaggregation (Verminderung der Verklumpung von Blutblättchen in den Blutgefäßen)
5. Mögliche Beeinflussbarkeit von verschiedenen neurologischen und psychischen Erkrankungen
6.    Unterstützung bei Fettstoffwechselstörungen des Diabetikers
7.    Verbesserung einiger Symptome bei rheumatoider Arthritis
8. Verbesserung bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis, wenn ein Omega-3- und Linolensäure-Mangel vorliegt.

Quelle: http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/landwirtschaft/greenpeace_mais_milch-studie.pdf

Geschätzter durchschnittliche Maisanteile im Futter der Kühe  7 bis 52 %.

Ideales Verhältnis Linolsäure Omega-6) zu Alpha-Linolsäure (Omega-3): 4:1 oder tiefer.

Hohe Werte (hoher Linolsäureanteil) ist ungünstig: 6:3 Quotient muss als Hauptrisikofaktor für chronische Erkrankungen, insbesondere im höheren Lebensalter, angesehen werden.

Je höher der Quotient, d.h. je höher die absolute Menge an Linolsäure, desto mehr gewebsschädigende freie Sauerstoffradikale werden gebildet, desto stärker und dauerhafter vollziehen sich entzündliche Reaktionen und um so ausgeprägter wird das immunologische Gleichgewicht in Richtung überschiessende Immunabwehr verschoben.

ImKlartext:
Jemehr Getreideprodukte(Omega-6) und je mehr Fleisch von Getreide/Mais/Sojaschrot gefütterten Tieren (Rinder, Pute, Hüner), desto mehr Entzündung!

Weltweit haben die Japaner noch immer die höchste Lebenserwartung.

Im Unterschied zu Westeuropa und Nordamerika ist ihre Ernährungsweise unter den oben ausgeführten Aspekten auch durchaus gesünder.

Trotzdem sind in nur vier Jahrzehnten immense Veränderungen der traditionellen Ernährungsgewohnheiten und dramatische Zunahmen einiger Erkrankungsgruppen eingetreten.

Der 6/3-Quotient betrug in Japan 1955: 2.8;
1985: 3.9 und liegt aktuell jetzt über 4.

Heute verzehren wir im Vergleich zu 1850 6x weniger Omega-3 Fettsäuren und 2x mehr Omega-6 Fettsäuren mit dramatischer Auswirkung auf die Fettsäure-Zusammensetzung.

Wir verzehren heute 20x mehr Omega-6 Fettsäuren im Vergleich zur Steinzeit.

Steinzeitverhältnis = Idealvorgabe der Evolution!
Omega-6 zu Omega-3:
Steinzeit:   1:1
Inuit:          1:2.5
Japan:        4:1 moderne Idealvorstellung
Zivilisation:20:1
Im Hirn:     1:1

Quelle: http://www.allesroh.at/journal/krebs/6zu3.pdf

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Quotient Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren
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by Dr. med. Jürg Eichhorn Allgemeine Medizin FMH Neuraltherapie    SANTH Akupunktur – Traditionelle Chinesische Medizin ASA Sportmedizin SGSM Manuelle Medizin    SAMM Orthomolekularmedizin FEOS F.X. Mayr Arzt Ernährungsheilkunde FEOS
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Linolsäure: Alpha-Linolensäure: Arachidonsäure:
Fischöl EPA:
Omega-6 Fettsäuren (Linol- und Arachidonsäure) fördern die Entzündung, Omega-3 Fettsäuren (Fischöle) bremsen die Entzündung. Pflanzliche Fette und Öle sind linolsäurereich. Distelöl besteht zu 74% aus Linolsäure, Olivenöl nur zu 8% und Rapsöl zu etwa 13%.
Aus der in unseren Zellen eingelagerten Linolsäure stellt der Körper bei Bedarf, eben bei Entzündung, die Arachidonsäure her.

Je fetter das tierische Produkt ist (Fleisch, Milch, Milchprodukte), desto höher ist auch der Anteil an der Arachidonsäure.

Der chemische Vorläufer der entzündungsfördernden und blutdruckerhöhenden Arachidonsäure ist also die Linolsäure.

Linolsäure wie Arachidonsäure sind als Baustein in allen Zellwänden ziemlich stabil verankert.

Entwickelt sich nun eine beliebige Entzündung in unserem Körper, so wird vorerst auf enzymatischem Weg die Arachidonsäure aus ihrer Verankerung gelöst, so dann umgewandelt in Entzündungsstoffe (Prostaglandine und Leukotriene).

Dieser Entzündungsvorgang wird durch die Einwirkung „freier „Radikale“ eingeleitet, wesegen „Antioxidanzien“ so wichtig sind.

Diese Botenstoffe sind, vereinfachend gesagt, verantwortlich für die entzündungstypischen Symptome wie Rötung, Schmerz, Schwellung und Eindringen von Abwehrzellen in das entzündete Gewebe.

Diese Kenntnis gilt es zu nutzen und in ein praktikables Konzept umzusetzen:
•    Niederhalten der „feindlichen Armee“: •    Nachschub an „Kämpfern“ drosseln: •    Ausbau der „Verteidigung“: •    Stärkung der Logistik:
•    Einschleusen von „Guerillakämpfern“:

Arachidonsäurearme Lebensweise.
Mässigung im Linolsäureverzehr.
Nahrungsergänzung mit Fischöl.
Vitamine, Mineralien, Spurenelemente.
Antioxidantienreiche Ernährung
Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3 Verbindungen ist eine entscheidende Voraussetzung für unsere Gesundheit.

Bei längerdauernder arachidonsäurearmer Ernährung erinnert sich der menschliche Stoffwechsel wieder an die Linolsäure und stellt daraus die Arachidonsäure her.

Bereits einmalige Diätfehler (Nüsse, Distelöl) können entzündliche Schübe auslösen.

Das Gebot, auch den Linolsäureverzehr einzuschränken, ist neu, beinahe revolutionär.

Was fast jahrzehntelang für den Entzündungskranken als uneingeschränkt gesund angepriesen wurde, die hochwertigen pflanzlichen Fette und Öle, darf so krass nicht mehr empfohlen werden.

Die Tatsache, dass mit einer entsprechenden Ernährungs- und Lebensweise, gegebenenfalls Zufuhr von Fischöl, Vitamin E und anderen Nahrungsergänzungsmitteln, jede Art von chronischer Entzündung im menschlichen Körper, ob Multiple Sklerose oder Rheuma, beeinflusst werden kann, soll je länger je mehr unser Bewusstsein prägen.

Dass die Psyche die Selbstheilungskraft bestimmt, erkannte schon Demokritos: „Da flehen die Menschen die Götter um Gesundheit an und wissen nicht, dass sie die in sich selber tragen“.

Bedeutung der Linolsäure

Die Linolsäure, als Hauptvertreter der Omega-6 Fettsäuren, ist die wesentliche Speicherform pflanzlicher Fette.

Wir finden höhere Konzentrationen in Nüssen, Pflanzensamen, im Getreide, Mais, Avocado aber auch in tierischen Fetten wie der Butter.

Unter den pflanzlichen Ölen enthält Distelöl am meisten Linolsäure (85%).

Linolsäure ist die wichtigste Fettsäure in fast allen Pflanzenölen (Mais, Erdnuss, Sojabohnenöl, Sonnenblume, Saflor, Canola, etc.).

Einen tiefen Linolsäuregehalt findet man lediglich im Rapsöl, Walnussöl, Leinöl und natürlich im Olivenöl.

Aus Linolsäure entsteht die entzündungshemmende Gamma-Linolensäure (Nachtkerzenöl!), die Dihomo-gamma-Linolensäure und die stark entzündungsfördernde Arachidonsäure.

Die Linolsäure stimuliert auch die reguläre Zellteilung und Zellreparatur.

Die grössten Mengen werden mit pflanzlichen Ölen und Fetten zugeführt.

Linolsäure und Alpha-Linolensäure sind Sauerstoffmagneten:

Sie transportieren Sauerstoff durch die dünnen Lungenmembranen, durch Kapillarwände und hinein in die roten Blutzellen, zum Hämoglobin. Sie halten den Sauerstoff in den Zellmembranen, wo der Sauerstoff eine Barriere für Viren, Pilze und Bakterien darstellt.

Die Feinde: Licht, Sauerstoff und Hitze: Diese Fettsäuren sind selbst sehr störanfällig auf Oxidation, insbesondere die Alpha- Linolensäure, und müssen ständig mit „Antioxidantien“ vor Zerstörung geschützt werden.

Übrigens:
Sie verkürzen auch die muskuläre Erholungszeit nach Sport und fördern die Verbrennung der Milchsäure.

Tiefe Linolsäure-Blutwerte
Tiefe Linolsäure Werte begünstigen Hauterkrankungen, Ekzeme, führen u. U. zu Verhaltensstörungen, verlangsamen das Wachstum und die Wundheilung und sind mitunter verantwortlich für ein gesteigertes Durstgefühl.

Als mögliche Symptome eines „extremen“ Linolsäure-Mangels werden genannt: Ekzematöse Hautveränderungen, Haarausfall, Degeneration von Leber und Niere, Wasserverlust durch die Haut mit Durstgefühl, Austrocknen der Drüsen, Infektanfälligkeit, Wundheilungsstörungen, Sterilität des Mannes, Fehlgeburten bei Frauen, Arthritis-ähnliche Beschwerden, Herz- Kreislaufbeschwerden, Wachstumsverlangsamung, Verhaltensstörung.

Ist der Linolsäure Wert tief, der Arachidonsäure Wert hingegen im Normbereich oder sogar erhöht, so wäre dies Hinweis auf eine linolsäurearme (pflanzliche Fette), zugleich aber fettreiche Ernährung (tierische Fette).

Sind beide Werte tief, wäre ein erhöhter Verbrauch an hochqualitativen Omega-6 Fetten ratsam.

Kaltgepresste Pflanzenöle (Distelöl, Sonnenblumenöl), Avocados, Nüsse, Samen und Freilandeier sind hervorragende Lieferanten von Omega-6 Fetten.

Hohe Linolsäure-Blutwerte
Menschen mit einer fettreichen Ernährung, besonders in Kombination mit einem zu hohen Konsum an linolsäurereichen Pflanzenölen, Nüssen etc., weisen häufig hohe Linolsäure Werte auf.

Menschen mit hohen Linolsäure Werten zeigen ein erhöhtes Brust-, Darm- und Prostatakrebs Risiko.

Zudem sind u. U. die kognitiven (Denk) Funktionen eingeschränkt.

Linolsäure stimuliert die reguläre Zellteilung und Zellreparatur.

In angemessenen Mengen kann Linolsäure die Zellteilung und Zellreparatur erleichtern, im Übermass jedoch eine krankhaft gesteigerte Zellteilung bedingen.

Eine linolsäurereiche Ernährung wirkt entzündungsfördernd, weil ein Zuviel an Linolsäure in die entzündungsfördernde Arachidonsäure übergeführt wird.

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