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… neulich im Supermarkt… es gibt (WIEDERMAL) keine Bio-Eier aus DEUTSCHER PRODUKTION.

Nur aus Niederländischer.

Nehmen es die Niederländer so genau mit dem Bio?

Oder haben die Deutschen Produzenten einfach „keinen Nerv“ und glauben nicht daran, dass Bio der weg ist, den Sie gehen sollten.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass nach wie vor, Bio-Landwirte (wegen ihrer Erträge) belächelt werden.

Klar, isst jeder lieber Gentechnik, als dass man verhungert. Das ist natürlich sonnen-klar.

Das sei alles keine Produktion mit der man eine 80 Millionen-Bevölkerung satt kriegen kann.

So füttert ein bio-Bauer seinen Kühen/Rindern NUR(!!!) Gras und Heu. (trockenes Gras)

Ein konventioneller Bauer würde DEFINITIV PROTEIN UND ENERGIE-HALTIGERE Futtermittel einsetzten: Mais (viel Kohlenhydrate = Energie, Rind wird schnell fett) und evtl. Soja (70% Proteine, aber zu viel Omega6 = entzündungsfördernd).

Beste alternative: Selbst zu einem Naturland (Öko-zertifizierte Betriebe, noch strenger  als Bio im Supermarkt) fahren und dort für Familie und Verwandtschaft gleich mit einkaufen:

Wo der nächste Öko-Naturland-Hof ist kann man hier herausfinden: 

-> http://www.naturland.de/einkauf.html <-

das öffentliche Informiert: ZDF Beitrag zum Thema: Bioeier: Wie viel Bio ist im Ei?

  • SendeterminMontag, 02. April 2012, 18.20 – 18.50 Uhr
  • WiederholungsterminDienstag, 03. April 2012, 13.00 – 13.30 Uhr (Wdh.)

Bioeier werden immer beliebter

Zu Ostern essen die Deutschen natürlich besonders viele Eier, aber auch der Jahresdurchschnitt kann sich sehen und schmecken lassen: Durchschnittlich 214 Eier isst der Deutsche jedes Jahr. 32 Millionen Hennen legen sich dafür mächtig ins Zeug, zwei Millionen davon sind „Biohennen“.

Nur gut sechs Prozent aller Eier also sind „bio“; das Bioei ist somit noch immer eher die Ausnahme. Aber immerhin – die Tendenz steigt. In den letzten beiden Jahren erhöhte sich die Nachfrage um rund 15 Prozent, und schon längst bekommt man Bioeier nicht mehr nur im Bioladen, sondern auch beim Lebensmitteldiscounter. Dieser liefert mittlerweile sogar schon fast die Hälfte des Gesamtbedarfs.

Ei mit Stempelaufdruck

Nur etwa sechs Prozent aller Eier sind „bio“. Das Gute: Die Tendenz ist steigend, und mittlerweile gibt es Bioeier auch im Discounter.

Das Ei zum Hof zurückverfolgen

Wir kaufen Bioeier der Größe M bei Aldi (0,24 Euro pro Ei) und Alnatura (0,39 Euro). Wir wollen wissen, wie es in den Ställen für Biohühner tatsächlich aussieht. Vor allem interessiert uns, ob wir Anhaltspunkte dafür finden, warum das Ei im Bioladen stolze 15 Cent teurer ist als bei Aldi. Denn Bioei ist doch Bioei, oder?

Auf der Seite des KAT-Vereins (siehe „Links“), einer freiwilligen Kontrollinstanz für die Rückverfolgbarkeit von Eiern, geben wir den Stempel der Aldi-Eier ein. Er beginnt mit „0“ für „Bio“ und dann folgt „NL“ für die Niederlande, schließlich noch die Nummer des Hofes. So lässt sich die Herkunft eines Eis bis zum einzelnen Stall zurück verfolgen.

Internetseite zur Überprüfung des Eies

Im Internet kann man den Eierstempel eintragen und so nachverfolgen, aus welchem Stall die gekauften Eier eigentlich stammen.

Das Aldi-Bioei kommt aus Lunteren in den Niederlanden. Wir fahren hin, um uns den Hof genauer anzuschauen. Es ist ein Betrieb mit etwa 10.000 Tieren auf mehrere Ställe verteilt – und damit vergleichsweise klein, denn durchschnittliche Biohöfe beherbergen 17.000 bis 20.000 Hühner. Erste Erkenntnis: „Bio“ bedeutet nicht, dass Massentierhaltung damit ausgeschlossen wäre. Immerhin: Die Ställe sind zwar voll, aber nicht allzu beengt, und Auslauf für die Hühner gibt es reichlich. Den nehmen Hühner übrigens gar nicht so gerne in Anspruch, weil sie von Natur aus eher lichtscheu sind. Wenn die Hühner hier vielleicht nicht glücklich sind, so sind sie doch zumindest zufrieden – und gesund.

Von „Bio-Skandalhöfen“ keine Spur

Das war nicht immer und überall so. Vielen ist noch der „Hennenberg-Skandal“ in Erinnerung: Dem vermeintlichen „Biohühnerstall“ wurde 2010 das Biosiegel entzogen, nachdem schlimme Missstände bei der Hühnerhaltung aufgedeckt wurden. Doch die Kontrollen für Biobetriebe sind relativ streng: Mehrmals im Jahr werden diese geprüft – selbstverständlich auch unangemeldet. Bioeier gehören nach Auskunft der Verbraucherzentrale NRW mittlerweile zu den „bestkontrollierten Lebensmitteln“. Nicht nur die Kontrollen, auch die Bedingungen für die Haltung von Biohennen sind relativ streng.

Kriterien für Bioeier

Die Haltungskriterien legt die EU in der „Öko-Verordnung“ fest. Die Bedingungen für das Leben und Legen in Biohöfen sind demnach vergleichsweise gut. Davon können „konventionelle Hühner“, etwa in Bodenhaltung, nur träumen:

  • Käfighaltung ist nicht erlaubt.
  • Die Hühner müssen Futter aus biologischem Anbau bekommen. Dieses Futter muss jedoch nicht selbst angebaut werden. In Ausnahmefällen darf auch herkömmliches Futter untergemischt werden.
  • Jedes Huhn muss mindestens ein Drittel seines Lebens Zugang zu einem Freigelände haben.
  • Der Scharrraum muss mindestens ein Drittel der Stallfläche ausmachen.
  • Im Stall dürfen nur sechs Hennen (statt neun in der Freilandhaltung) pro Quadratmeter gehalten werden.
  • Jedem Huhn stehen 18 Zentimeter Sitzstange zu.
  • Der natürliche Tag- und Nachtrhythmus wird eingehalten – anders als in der Bodenhaltung, wo die Hühner ihr kurzes Leben im ewigen Dämmerdunkel verbringen.
  • Während „normale“ Hühner und vor allem auch Hähnchen bis zu achtmal in ihrem kurzen Leben mit Antibiotika behandelt werden dürfen, ist dies bei Biohennen nicht erlaubt.

Liste mit Kriterien für Bioeier

Es gibt festgeschriebene Haltungskriterien für Biohöfe. So haben die Hennen mehr Platz und bekommen Futter aus biologischem Anbau.

Man kann also davon ausgehen, auch im Discounter Bioeier zu bekommen, die von zufriedenen Hühnern stammen. Ob jedoch auch die Aldi-Bioeier aus Schweden oder Spanien tatsächlich noch „öko“ sind, haben wir diesmal nicht überprüft.

Kann es noch mehr „Bio“ geben als „Bio“?

Die Antwort lautet: Ja. Es gibt Öko-Anbauverbände in Deutschland wie Naturland, Verbund Ökohöfe, Biopark, Demeter oder Bioland, die aus ethischen Gründen mehr tun, als es die Gesetze vorschreiben. Zu den Kriterien für „Naturland“ zählen:

  • höherer Pflegeaufwand
  • strengere ökologische und ethische Richtlinien
  • geringere Anzahl an Tieren
  • lokale Produktion, dadurch kurze Transportwege zum Endverbraucher
  • Ein Naturland-Betrieb muss alles auf Öko umstellen – die Pflanzen- und Tierhaltung (der niederländische Aldi-Betrieb hatte Biohühner, ansonsten aber weiterhin konventionelle Landwirtschaft).
  • Pro Hektar sind nur 140 Hennen erlaubt (die EU gestattet die Haltung von 230 auf derselben Fläche). Je mehr Platz die Hühner haben, desto geringer ist die Gefahr von Erkrankungen.
  • Das Futter muss zu mindestens 50 Prozent selbst angebaut werden.
  • Die Eier werden nur in der Region verkauft.
  • Die Hennen haben einen Wintergarten und dürfen ständig ins Freie, nicht nur ein Drittel ihres Lebens.

Liste mit Kriterien für Ökohaltung

Öko-Anbauverbände legen sich aus ethischen Gründen mehr Regeln auf als vorgeschrieben. Es wird unter anderem lokal produziert und nur regional verkauft.

Das Alnatura-Ei kommt aus einem solchen Verbandsbetrieb, dem Hof Alpermühle im Bergischen Land. Wir fahren zur Alpermühle und treffen dort „Hennenhirte“ Andreas Klose und seine Frau Mechthild, die hier mit „ihren“ 2.700 Hühnern zusammenleben und sie liebevoll umsorgen. Wir haben das Gefühl: Konnten die Biohühner in Holland zufrieden sein, so leben diese Hennen im Hühnerparadies.

Fazit: Bio ist Bio und gut. Doch es geht noch mehr.

Unser Fazit lautet: Gegen Bioeier von Aldi ist überhaupt nichts einzuwenden. Die Hühner, die wir gesehen haben, waren offensichtlich zufrieden. Wer mehr tun möchte, kann Eier vom Biohof kaufen – damit die Tiere dort weiter im Hühnerparadies ihre wunderbaren Eier für uns legen können. Oder noch besser: sich einfach selbst ein paar Hühner in den Garten setzen.

Autoren:Michael Bisping und Iris Rohmann

Links:

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