(Thermische Solarkonzentratoranlage in Kalifornien, Kramer Junction)

Gernhard Knies: Tschernobyl: Müssen wir so dumm sein, die Energie so zu erzeugen, dass wir uns selbst gefährden. Können wir das nicht besser machen?

Einflussreiche Lobbyisten Torpedieren die Idee.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1221300/Operation-Wuestenstrom#/beitrag/video/1221300/Operation-Wuestenstrom

http://www.solarpaces.org/berlin_conference/Presentation-Brakmann+Kearney.pdf

Hitze lässt sich speichern, in flüssigem Salz!

Auf einer Fläche von 300 mal 300 Kilometer – vier Prozent der Fläche der Sahara – könnte Strom für die ganze Welt gewonnen werden. Europas Stromverbrauch wäre mit einem Prozent der Sahara zu decken. Erste Kraftwerke entstünden bereits in Marokko, Algerien, Ägypten und Abu Dhabi. Die große Herausforderung, so der Wissenschaftler, sei, den Strom nach Europa zu transportieren. Aber auch hier gebe es erste Ansätze mit Hochspannungs-Gleichstrom-Leitungen, bei denen nur zehn Prozent Stromverlust entstehe.

http://www.oberpfalznetz.de/onetz/1856301-118-ein_prozent_sahara_reicht,1,0.html

Das einzige Problem welches ich sehe ist: Der Mensch ist zu faul und zu abgelenkt („TV… die welt ist so schrecklich…. BITTE beriesel mich!“) um dafür irgend etwas zu unternehmen.

Gut ein Problem gibt es wirklich mit den Sonnen-Spiegel-erhizt-Öl-Schlauch-Kraftwerken: Sandstürme!

ES IST EIN SCHLECHTES ARGUMENT ZU SAGEN: WENN WIR WASSERSTOFF/STROM IN DER WÜSTE NORD AFRIKAS HERSTELLEN, DANN MACHEN WIR UNS VON DIESEM (POLITISCH INSTABILEN LAND) ABHÄNGIG.

VON WELCHEN POLITISCH „STABILEN“ LÄNDERN SIND WIR DENN JETZT SCHON, ERDÖL- UND ERGAS-MÄSSIG ABHÄNGIG?

1. Russland: (korrupt ohne Ende) Mit einer Ölförderung von rund 10 Millionen Barrel pro Tag ist Russland (Foto: Ölhafen bei Kozmin) derzeit der wichtigste Ölförderer. Der sorgenvolle Blick der Anleger richtet sich derzeit eher auf …

2. Saudi Arabien: (Unruhen Gebiete) Das Land am Persischen Golf ist mit 9,7 Millionen Barrel derzeit der zweitgrößte Ölförderer, verfügt mit 264 Milliarden Barrel aber über die mit Abstand größten Reserven. Der Reichtum in dem von König Abdullah regierten Land, dessen Fotos die Hauptstraßen in Riad säumen, ist ungleich verteilt, die Religionspolizei ist gefürchtet. Zum Vergleich: Libyen fördert aktuell 1,5 Millionen Barrel pro Tag und verfügt über rund 45 Milliarden Barrel Reserven. Ein wichtiger Ölförderer ist auch …

3. USA: (brauchen die selbst) Mit rund 7,2 Millionen Barrel täglicher Förderung spielen die Vereinigten Staaten bei den Förderländern vorne mit. Mit Blick auf die weltweit verfügbaren Reserven spielt die USA jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger für Energie-Importeure wie Deutschland sind da schon politisch unsichere Regionen wie der Iran …

4. Iran: (dass die uns überhaupt noch was verkaufen…) Das Nachbarland von Saudi-Arabien gibt immer wieder Anlass für weltpolitische Spannungen. Die USA befürchten, dass die Unruhen in Nordafrika und Nahost letztlich den Einfluss des schiitischen Regimes auf die gesamte Region stärken könnten. Iran fördert derzeit rund 4 Millionen Barrel Öl pro Tag, zählt beim Export und bei den Reserven (137 Milliarden Barrel) aber zu den drei wichtigsten Ölländern der Welt. Auf den Iran folgt die rasch wachsende Wirtschaftsmacht …

5. China: (brauchen die auch selbst) Das Reich der Mitte gehört mit 3,8 Millionen Barrel Ölförderung pro Tag zu den 5 wichtigsten Ölförderern. Staatliche Ölkonzerne wie Sinopec (Foto) sind weltweit auf Expansionskurs, um Energiereserven für die Regierung in Peking zu sichern. Auf Platz 6 der wichtigsten Ölförderer folgt …

6. Kanada: (vergiftet die Böden der Indianer mit Krebs fördernden Chemikalien) Rund 3,3 Millionen Barrel werden derzeit pro Tag in Kanada gefördert. Mit dem steigenden Ölpreis wird auch der Abbau von Ölsanden in der Provinz Alberta wieder lukrativ, der aufwendig und extrem belastend für die Umwelt ist. Weit abgeschlagen und daher von geringerer Bedeutung für die weltweite Ölversorgung ist die aktuelle Krisenregion …

7. Libyen: (z.Z. Export-Stop wegen Unruhen) Mit einer Förderung von rund 1,6 Millionen Barrel pro Tag belegt das Land Platz 17 der wichtigsten Ölförderer. 80 Prozent des lybischen Öls werden nach Europa exportiert, berichtet die Internationale Energieagentur IEA. Deutschland deckt derzeit 7 Prozent seiner Importe mit lybischem Öl.

Aber evtl. kann mal ein findiger Nano-Forscher-Erfinder eine Beschichtung entwickeln die so hart ist, dass Sie der dauernden Sandbestrahlung in der Wüste ohne Krazter und „stumpf“ werden, stand hält.

Geht bestimmt.

Wie gesagt…… wir haben es nur noch nicht wirklich (mit Milliarden Subventionen) versucht.

Auch das Problem der ständigen Reinigung der Spiegel lässt sich bestimmt auch irgendwie lösen.

Ein paar Afrikanische Arbeiter kosten bestimmt auch nicht die Welt.

Das größte Problem aber ist vermutlich, dass man sich so von Afrika, dem schwarzen und leider politisch sehr korrupten, instabilen und zum teil sehr gewalttätigen Land abhängig macht.

Ich denke die Piraten aus Somalia hätten einen rießen Spaß dabei, derartige Solar-Kraftwerke in ihre Hand zu bekommen……. und damit Europa zu erpressen. Hat ja mit Öl-Tankern auch ganz gut funktioniert.

Mögliche Lösung: Bildung & Arbeit für die Bevölkerung Nord-Afrikas.

Denn der weiße Mann kann auch statt mit Granaten mal mit Büchern werfen oder?

Durch die Bildung (lesen und schreiben) könnten viele auch islamische Afrikaner erkennen, dass der Westen nicht nur „böse“ ist…… so wie es der Mullah erzählt hat. (wer nicht lesen kann muss alles GLAUBEN!)

Und die „großen“ korrupten Klüngelei-Öl-, Energie- und Automobil-Lobbyisten möchten nicht gerne die lukrative Abhängigkeiten aufgeben welche Sie zu ihren super abhängigen Kunden aufgebaut haben.

Beispiel: Ohne Öl fährt kein LKW und kein Schiff. Supermärkte wären innerhalb von Wochen leer gekauft. Und halb Deutschland würde vermutlich innerhalb von Monaten verhungern.

Jeder von uns ist von Energie wie Öl und Kohle abhängig.

Also werden die mächtigen sich etwas einfallen lassen……… um uns alle weiterhin in Abhängigkeit und unter Kontrolle zu halten.

Kontrolle ist Macht. Macht macht man zu Geld. Geld macht vieles leichter, aber glücklich sein muss man schon noch selbst, von innen heraus, weil man nicht alle externen Faktoren zu 100% beeinflussen kann…… nichtmal mit dem ganzen Geld der Welt.

Ich schätze dass jeder der 35 Millionen Autofahrer in Deutschland, welcher 10000km im Jahr mit seinem 7 bis 10 Liter-PKW jedes Jahr 2000€ allein für Sprit ausgibt.

Sind 70 Milliarden € pro Jahr.

Jetzt nochmal 1000€ für Öl- und Gas-Heizung für 82 Millionen sind 82 Milliarden also gehen insgesamt c.a. 152 Milliarden jährlich für den Kauf von fossilen Energieträgern drauf.

So schaufeln wir unser hart erarbeitete Kohle LKW-Weise in’s Ausland.

Weil wir haben halt kaum Öl und kaum Kohle im eigenen Land haben.

Gut mit der Kohle könnten doch die Ausländer wieder bei uns einkaufen…… wir hätten jede Menge arbeit und investoren und die Sache wäre eine Win-Win Situation.

Und die Saudis sind ja tatsächlich bei einigen wenigen deutschen Unternehmen eingestiegen (10% der Daimler Aktien MAN Ferrostahl (70% der Aktien)) …… weil das Öl einfach irgendwann mal alle ist……. is kla, dann wollen Sie von den Dividenden und Aktien-Verkäufen leben😉 oder wie oder was?

Aber irgendwie is das Engagement meiner Meinung (und dem Capital Artikel nach) irgendwie minimalistisch.

Die könnten doch auch Solar-Kraftwerke bauen und schauen, dass es in Nord-Afrika friedlicher zu geht.

Und uns dann den günstigen, Abfallfreien und NIEMALS ENDENDEN Sonnen-Strom aus der Wüste verkaufen oder?

Quasi von der „neuen“ Sonnen-Öl-Quelle, welche nie versiegt.

Doch andscheinend haben die Saudis irgendwie die falschen Berater.

Sinn oder Irrsinn? Deutschland hat mitlerweile die doppelte Menge an installierter PV-Leistung als Spanien!😀 Wenn man vom Ausland aus auch zu EEG Konditionen einspeißen kann… wäre das natürlich super.

Fakt: Naturkatastrophen Nehmen zu – Klimawandel – nicht umbedingt Erwärmung

http://www.solarpaces.org/Tasks/Task1/egypt_kuraymat.htm
Desertec soll Nordafrika stabilisieren
Die Aufstände in Ägypten und Tunesien spielen den Kritikern des Wüstenstromprojekts in die Hände. Doch die Planer der Energieinitiative geben sich zuversichtlich: Die Solar- und Windkraftwerke sollen den Ländern den ersehnten wirtschaftlichen Fortschritt bringen. von Georgia Hädicke, Hamburg und Kathrin Werner München

Das Energieprojekt Desertec soll trotz der Unruhen in Nordafrika in den kommenden Jahren Gestalt annehmen. Die Münchner Planungsgesellschaft der Desertec Industrie Initiative (DII) sieht sich durch die Demonstrationen in Ägypten, Tunesien und dem Jemen bestätigt: „Gerade jetzt müssen wir zeigen, dass Desertec nicht bloß ein Projekt zur Energieversorgung ist, sondern auch die positiven und gewünschten Nebeneffekte betonen“, sagte DII-Sprecher Alexander Mohanty FTD.de.

Die Zukunft Afrikas: Skizze einer möglichen Desertec-Infrastruktur
In einer Pressemitteilung sagte DII-Chef Paul von Son: „Es geht auch um die Entwicklung neuer Industrien in Nordafrika und dem Nahen Osten, um die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Technologie- und Wissenstransfer.“ Zur aktuellen politischen Lage wollte man sich bei der DII jedoch nicht äußern. Die Desertec Stiftung in Hamburg teilte mit, dass die die Unruhen und Plünderungen weder Kraftwerke noch Stromleitungen im Fokus hätten.

Mit diesen Statements betonen die Projektplaner wie wichtig das Energiekonzept aus ihrer Sicht für die langfristige Stabilisierung der Region Nordafrika ist. Ziel von Desertec ist es, bis 2050 in ganz Nordafrika Solar- und Windenergieparks zu errichten. Die Kraftwerke sollen sowohl die nordafrikanischen Länder als auch Europa mit Strom versorgen. Mehrere deutsche Industrieunternehmen sind an der Initiative beteiligt, darunter die Energiekonzerne Eon und RWE , sowie Siemens und der Rückversicherer Munich Re .

Kurzfristig fehlen die Ansprechpartner

Kritiker der Initiative hatten in der Vergangenheit hatten immer wieder die politischen Probleme der Region Nordafrika ins Feld geführt. So hatte beispielsweise Solarworld -Chef Frank Asbeck 2009 gesagt, dass man sich durch den Bau solcher Energieanlagen in eine Abhängigkeit instabiler Staaten begebe.

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Bei den Desertec-Planern ist man jetzt jedoch mehr denn je davon überzeugt, den politischen Umbruch beispielsweise in Ägypten und Tunesien mit gestalten zu können.
Da die Unzufriedenheit in diesen Staaten zu großen Teilen auf die hohe Arbeitslosigkeit zurückzuführen ist, sieht die Stiftung besonders hier die Vorteile ihres Engagements: Man wolle Arbeitsplätze schaffen, Infrastruktur aufbauen und Investitionen fördern, heißt es in der Pressemitteilung der Stiftung.
Man hoffe daher, dass die Solarpläne Tunesiens und Ägyptens fortgeführt werden, nachdem sich die Situation beruhigt hat.

Kurzfristig haben die Planer allerdings mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. In Tunesien waren zuletzt intensive Verhandlungen mit nun abgesetzten Regierung geführt worden. Nun sind die Ansprechpartner unklar.

Desertec soll Nordafrika stabilisieren

In Ägypten ist die Lage unübersichtlich. Solar Millennium hat bereits am vergangenen Wochenende alle Mitarbeiter aus Ägypten abgezogen.

Das Unternehmen entwickelt das erste Solarthermie-Kraftwerk des Landes in Kuraymat, rund 90 Kilometer von Kairo entfernt.

Die Anlagen sind als ein erster Teil des Wüstenstromprojekts geplant.

Die Arbeiten seien so gut wie abgeschlossen, die Inbetriebnahme des Solarprojekts verzögere sich aber leicht, weil die Mitarbeiter abgezogen wurden.

Langfristig habe die Verzögerung aber keine große Bedeutung.

Ähnliches gilt auch für einen geplanten Windpark im ägyptischen El Zayt, der in Teilen von der KfW Bank finanziert wird.

Dort könnte es eventuell zu leichten Verzögerungen in der Planung kommen, die sich langfristig jedoch nicht auswirken würden, sagte eine Sprecherin.

Bei Solar Millenium rechnet man langfristig mit einem positiven Effekt: „Wenn man sich die Forderungen der jungen Leute in Ägypten anschaut, bieten erneuerbare Energien ja eine Lösung: Wir schaffen dort Arbeitsplätze für qualifizierte Einheimische“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Auch der Projektpartner Munich Re zeigt sich zuversichtlich. Vorstand Torsten Jeworrek sagte am Donnerstag, dass er bei dem Projekt keine Verzögerung erwarte.

Die ersten Referenzprojekte werde es in Marokko geben, wo die politische Lage anders als derzeit in Ägypten oder Tunesien – stabil sei.

Auch finanziell sei Desertec weiter machbar.

Diese Referenzprojekte werden direkt vom DII geplant und durchgeführt, während die Kraftwerke in Ägypten unter der Federführung einzelner Unternehmen stehen.

Die Initiative strebt langfristig das Ziel an, einen erheblichen Anteil des Strombedarfs der Erzeugerländer und einen Anteil von rund 15 Prozent des Strombedarfs von Europa im Jahr 2050 zu produzieren.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat 2005 in einer Studie ausgerechnet, dass sich die Gesamtsumme von Investitionen dazu auf 400 Mrd. Euro belaufen könnte.

Vor gut einem Jahr erklärten zwölf Unternehmen das Wüstenstromprojekt Desertec zu ihrer Mission.

Jetzt ist der Spatenstich für das erste Kraftwerk absehbar.

Es war eine einfache, aber folgenreiche Erkenntnis, die der deutsche Physiker Gerhard Knies einst formulierte: „Die Wüsten der Erde empfangen in sechs Stunden mehr Energie, als die Menschheit in einem ganzen Jahr verbraucht.“

Die Idee für das Wüstenstromprojekt Desertec war geboren.

Im Juli 2009 riefen zwölf Unternehmen und die gemeinnützige Desertec Foundation unter Vermittlung des Club of Rome die Desertec Industrial Initiative (Dii) ins Leben, darunter die Münchener Rück, Siemens und die Energiekonzerne E.on und RWE.

Das Ziel: Bis 2050 sollen Erneuerbare-Energie-Kraftwerke an Standorten in Nordafrika und im Nahen Osten 15 Prozent des europäischen Strombedarfs decken.

Hans Müller-Steinhagen ist der Vorsitzende des neu gegründeten internationalen Beirats der Dii.

FOCUS Online sprach mit dem Leiter des Instituts für Technische Thermodynamik beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) über aktuelle Fortschritte der Initiative.

FOCUS Online: Herr Müller-Steinhagen, die Gründung der Desertec-Industrie-Initiative liegt ein Jahr zurück. Wie bewerten Sie den derzeitigen Stand?

Hans Müller-Steinhagen: Wir sind heute weiter, als wir je gedacht haben. Die Zahl der an der Initiative beteiligten Unternehmen stieg von zwölf auf 35 und es liegen noch weitere Anträge vor.

Und wir gehen davon aus, dass in zwei Jahren der Spatenstich für die ersten Demonstrationskraftwerke in Marokko erfolgen wird.

FOCUS Online: Wenn Sie „Kraftwerke“ sagen – bedeutet das, die Dii plant in Marokko mehrere Kraftwerke auf einmal?

Müller-Steinhagen: Es laufen Planungen für mehrere einzelne Kraftwerkseinheiten mit einer Leistung von jeweils 250 Megawatt.

Die ersten Anlagen werden Parabolrinnenkraftwerke sein.

Diese Technologie ist besonders für große Kraftwerke geeignet.

In Europa gibt es – abgesehen von Spanien – kaum geeignete Standorte dafür, denn ein effizienter Betrieb ist von direkter Sonneneinstrahlung an klaren Tagen abhängig.

Die Kraftwerke besitzen aber den großen Vorteil, dass sie Strom nach Bedarf liefern können, während die Stromausbeute anderer erneuerbarer Energien wie beispielsweise Windkraft und Fotovoltaik tages- und jahreszeitenabhängig schwankt.

Info-Kasten
Nach der ersten Absichtserklärung am 13. Juli 2009 in München wurde die Desertec Industrial Initiative im Oktober 2009 gegründet. Grundlegende Studien zur Realisierbarkeit des Wüstenstromprojekts stammen vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt. Eine dieser Studien bezifferte die notwendigen Investitionen für solarthermische Kraftwerke und Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen zwischen dem europäischen und dem afrikanischen Kontinent auf 400 Milliarden Euro bis 2050. Die Summe bezog sich auf den Bau von 50 Solarkraftwerken und HGÜ-Leitungen mit einer Gesamtkapazität von 100 Gigawatt. Die Investitionen sollen sich durch die Erträge aus Stromverkäufen amortisieren. Solarthermische Kraftwerke erzeugen zunächst Hitze aus konzentriertem Sonnenlicht, die über einen Wärmetauschprozess genutzt wird, um Wasserdampf zu erzeugen. Der Wasserdampf treibt anschließend Turbinen an, die Strom erzeugen. Solarkraftwerke können auch nachts Strom abgeben. Sie nutzen während der Stunden ohne Sonnenstrahlung die gespeicherte Sonnenwärme aus Tanks mit flüssigem Spezialsalz.

Erstes solarthermisches Kraftwerk Ägyptens geht in Kuraymat in Betrieb

Solarfeld in Kuraymat, Ägypten
In Kuraymat, rund 100 Kilometer südlich von Kairo, wird erstmals in Ägypten eine große solarthermische Anlage in Betrieb genommen. Das Solarfeld besteht aus Parabolrinnen-Kollektoren mit einer Gesamtfläche von 130.000 Quadratmetern und ist Teil eines Hybridkraftwerks, das sowohl Solarenergie als auch Erdgas zur Stromerzeugung nutzen wird. In den letzten Tagen wurde im Rahmen der Inbetriebnahme das gesamte Solarfeld erstmals zur Sonne ausgerichtet und die Wärmeenergie in den Wärmetauscher im Power Block eingespeist. Die Solar-Technologie für dieses Referenzprojekt lieferte die Flagsol GmbH, ein Tochterunternehmen der Erlanger Solar Millennium AG (74,9 Prozent) und der Essener Ferrostaal AG (25,1 Prozent).

150 Megawatt aus Solarenergie und Erdgas
Flagsol legte das Solarfeld aus, lieferte die Solarfeld-Steuerung und war auch für die Lieferung wichtiger Schlüsselkomponenten, insbesondere die Parabolspiegel und Absorberrohre, verantwortlich.
Die Errichtung und Inbetriebnahme des Solarfelds erfolgte in Zusammenarbeit mit dem ägyptischen Unternehmen Orascom Construction Industries. Das Hybridkraftwerk Kuraymat wird eine elektrische Gesamtleistung von 150 Megawatt (MW) haben, zu deren Erzeugung neben Solarenergie auch Erdgas genutzt wird. In einer eigens errichteten Montagehalle hatten ägyptische Facharbeiter Spiegel mit einer Gesamtfläche von rund 130.000 Quadratmetern montiert. Die fertigen 6 Meter hohen Kollektoren wurden anschließend in mehreren hundert Meter langen Parabolrinnen-Reihen im Solarfeld installiert.
Alle 2.000 Kollektoren im Solarfeld richten sich automatisch nach dem Stand der Sonne aus.

2.400 Kilowattstunden Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter und Jahr
Der Standort Kuraymat profitiert von einer durchschnittlichen Energieeinstrahlung von über 2.400 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.
Die auf die parabolförmigen Spiegel auftreffenden Sonnenstrahlen werden auf ein Absorberrohr in der Brennlinie des Kollektors reflektiert. In den vakuumisolierten Absorberrohren befindet sich ein zirkulierendes Wärmeträgermedium, das durch das gebündelte Sonnenlicht auf 300 bis 400 Grad erhitzt wird.
Das Wärmeträgermedium wird dann zum zentralen Kraftwerksblock gepumpt und die vom Solarfeld kommende thermische Energie in elektrische umgewandelt.
„Das Hybridkraftwerk kann ohne Unterbrechung betrieben werden und so 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche Strom bereitstellen“, erklärt Matthias Strub, technischer Projektleiter bei Flagsol.
„Es ist die erste Anlage ihrer Art in Ägypten und damit eine wichtige Referenz für zukünftige Investitionen.“
Auch Oliver Blamberger, Vorstand von Solar Millennium, unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Mit Kuraymat haben wir gezeigt, dass Strom aus der Wüste in Nordafrika keine Zukunftsmusik mehr ist. Unsere Technologie ist ein Beweis für die Realisierbarkeit der DESERTEC-Idee und die erfolgreiche europäisch-afrikanische Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbare Energien.“

Solarfeld für 250 Millionen Euro
International ausgeschrieben und in Auftrag gegeben wurde das Hybridkraftwerk in Kuraymat von der ägyptischen Energiebehörde NREA. Die Gesamtkosten belaufen sich auf über 250 Millionen Euro, wovon rund 30 Prozent auf die Realisierung des Solarfelds entfallen. Aufgrund des Vorbildcharakters des Projekts gewährte die Global Environment Facility (GEF) einen Zuschuss für das Solarfeld in Höhe von rund 50 Mio. US-Dollar. Die Stromproduktion und -einspeisung ins ägyptische Stromnetz beginnt voraussichtlich Anfang 2011, sobald auch der konventionelle Teil mit der Turbine in Betrieb genommen wurde.
Nach der Inbetriebnahme werden Flagsol und Orascom Construction Industries den Solarteil des Kraftwerks zwei Jahre lang betreiben, bevor es endgültig an den Eigentümer übergeben wird.

27.12.2010 | Quelle: Solar Millennium AG | solarserver.de © Heindl Server GmbH
„Eine Auswahl der wichtigsten Solar-Nachrichten finden Sie unter
http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/top-solar-news.html”

Das einzige was ich mit sorge sehe, ist dass NUR Große Unternehmen an DESERTEC beteiligt sind.

EON, RWE, Münchner Rück, Siemens.

Korrupte, große Konzerne.

Die sicherlich was anderes als „Weltverbesserung“ im Auge haben.

Obwohl ich es natürlich Begrüßen würde, wenn Sie ihre dreckigen Atom-Abfall Machenschaften endlich beenden und zu (vielleicht sogar günstigerem?) Strom aus der Wüste wechseln.